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Jahresversammlung

03.07.2014

Iller wird gehegt und gepflegt

Raue Rampen, die im Bild liegt auf der Höhe von Vöhringen, werden von den Fischern begrüßt, weil sie das tiefere Eingraben der Iller in ihr Flussbett verhindern. Die Fischer verstehen sich als Heger und Pfleger des Flusses.
Bild: Ursula K. Balken

Die Fischer und ihr Selbstverständnis

Mit der Weiterführung der Illersanierung – zuletzt zwischen Fluss-Kilometer 14,6 und 13,6 – werden standort-typische Bedingungen geschaffen, die nicht nur das tiefere Eingraben der Iller ins Flussbett verhindert, sondern auch den Fischen gesunden Lebensraum schafft. „Diese Fortschritte sind erfreulich“, sagte Herbert Pressl, Vorsitzender der Fischereigenossenschaft Untere Iller. Die Mitglieder hatten sich zur Jahreshauptversammlung im Schützenheim zusammengefunden.

Pressls Sorge gilt dem geplanten Illerkraftwerk und ist beruhigt, „dass sich im Augenblick nichts bewegt und ich hoffe, dass das so bleibt.“ Geschäftsführer Norbert Frank machte deutlich, dass sich die Fischer als Heger und Pfleger der Iller verstehen. Es geht nicht nur darum, als Angler einen Fisch aus dem Fluss zu ziehen, sondern sich dafür einzusetzen, dass die Iller wieder ihre alte Artenvielfalt aufweisen kann. Dafür ist den Fischern keine Anstrengung zu viel. So sprach Frank vom Äschenbesatz und dass der Zingel im Fluss wieder eine neue Heimat finden könne. 500 Stück wurde der Iller übergeben, in der Hoffnung, dass diese bedrohte Tierart, die auf der Roten Liste steht, eine Chance hat, sich mit etwas Glück wieder eine Population aufzubauen. Ähnlich ist es mit dem Huchen, der ein Schonmaß von 90 Zentimetern hat. Auch von dieser Fischart hofft man, dass sie auf Dauer Bestand in der Iller hat.

Frank hofft auch, dass die geplante Sanierung der Iller, die von der Donau bis zur Entstehung erfolgen soll, rasche Fortschritte macht. Der nächste Bereich wird in der Planung im Herbst bis zum Ayer Wehr erfolgen, kündigte Frank an. Wäre das geschafft, wäre die Iller bis Illertissen durchgängig.

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Was den Kormoran anbetrifft, setzt Frank darauf, dass die Mitglieder sich aktiv an der Schlafplatzzählung beteiligen und sich an den von den Jägern einheitlich angesetzten „Vergrämungsterminen“ beteiligen oder beteiligt haben.

Patrick Kastler berichtete über Besatzaktionen sowie Fangergebnisse. 2013 wurden insgesamt 28 642, davon 21180 Jungfische in die Iller eingesetzt. Dazu kommt noch ein Sonderbesatz von Nasen, Huchen und Zander. Bei den Fangergebnissen liegt die Regenbogenforelle an der Spitze, gefolgt von der Bachforelle. Mit einem Vortrag über Brutboxen von Peter Fischer, der kurzfristig für den erkrankten Reinhold Hauke eingesprungen war, endete die Versammlung.

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