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Illerberg

16.11.2020

Illerberg bekommt einen zweiten Kindergarten

In der Illerberger Schule wird ein Kindergarten eingerichtet. Die Sanierungsarbeiten dürften sich nach Auskunft des Bauamtes in Grenzen halten.
Bild: Ursula Balken

Plus Ein Geschoss der Schule wird zur Betreuungseinrichtung umgebaut. Bisher konnten Vereine die Räume nutzen. Doch auch für diese soll sich die Raumsituation bessern.

Die Ausweisung von zwei neuen Baugebieten in Illerberg macht es nötig. Denn der Zuzug an Neubürgern war in jüngster Zeit groß und damit wächst die Kinderschar. So stieg in der Vergangenheit der Bedarf an Plätzen in Kindergärten stark an.

Die bestehende Kindertagesstätte am Sandbergweg weist nicht die erforderlichen Kapazitäten auf, um mehr Mädchen und Buben aufzunehmen. So hat sich das Stadtbauamt ans Werk gemacht und nach Lösungen gesucht. Der Vorschlag, einen zweiten Kindergarten einzurichten, stieß im Bau- und Verkehrsausschuss auf breite Zustimmung. Der neue Kindergarten wird im sogenannten Gartengeschoss der Schule entstehen. Diese Lösungsmöglichkeit hat alle Chancen, realisiert zu werden.

Aus alt mach neu

Noch können keine exakten Daten und Kosten genannt werden, weil die Planungsphase gerade erst begonnen hat. Das Vorgehen „aus alt mach neu“ sieht laut Timo Söhner vom Bauamt dann so aus: Dieser neue Kindergarten bietet Platz für zwei Gruppen mit je 25 Kindern. Es gibt eine Mensa, ein Schlafraum könnte eingerichtet werden und Intensivräume. Die können – wie bei anderen Kindergärten – von sehr kleinen Gruppen für intensives Arbeiten, für Elterngespräche oder einfach als Rückzugsmöglichkeit genutzt werden.

Große Teile des Bestandes, so Söhner, müssten lediglich saniert werden, „das Raumprogramm entspricht in vielerlei Hinsicht dem heutigen Standard“. Die Räume orientieren sich alle nach Süden.

Wohin mit den Vereinen?

Tut sich die Frage auf, wo bei einem Umbau der Männergesangverein (MGV) Illerberg-Thal und die Krabbelgruppe sowie das Lager für Requisiten der Jugendbühne Spectaculum und die Lagerflächen für die Schule bleiben, die im Moment noch in den Räumen untergebracht sind. Wie Söhner betonte, haben schon Gespräche mit den verschiedenen Gruppen stattgefunden. Sie werden großzügig entschädigt. Sie bekommen neue Räume, weil es einen Anbau geben wird. „Man kann sagen, dass sich die Raumsituation sogar noch verbessert“, sagt Söhner.

Das Gebäude selbst hat eine lange Geschichte hinter sich. Die neue Illerberger Grundschule entstand 1967 und 68. Die alte Schule unterhalb der Kirche konnte für den modernen Schulbetrieb nicht mehr genutzt werden. Die Schülerzahlen wuchsen ständig. Deshalb mussten im Schuljahr 1974/75 zwei erste Klassen gebildet werden, die Klassenzahl erhöhte sich auf sieben. Im Jahr 1969/70 führte man den neunten Schülerjahrgang ein. Das hatte zur Folge, dass ab 1970/71 die Jahrgänge sieben bis neun nach Vöhringen kamen. Bevor der Kindergarten am Sandbergweg fertig war, waren Kindergarten-Gruppen in der Schule untergebracht.

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