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Illerberg

06.10.2020

Illerberger Eltern fordern mehr Sicherheit im Verkehr

Eltern wollen, dass an dieser Stelle eine Querungshilfe entsteht. Der Verkehr nehme stark zu und stelle eine Gefahr für Fußgänger, insbesondere Kinder, dar, begründen sie ihre Forderung.
Bild: Ursula Katharina Balken

Plus Auf der Heerstraße sind immer mehr Fahrzeuge unterwegs, sagen die Anwohner und fordern eine Querungshilfe. Aus Sicht der Behörden wird diese aber nicht benötigt.

Auf der Heerstraße in Illerberg ist viel Verkehr. Doch der dringende Wunsch nach einer Querungshilfe, die es Kindern und Erwachsenen leichter macht, die viel befahrene Kreisstraße gefahrlos zu überqueren, scheint zu einer unendlichen Geschichte zu werden. Die derzeitige Situation ist schnell erklärt: Zu Schulbeginn am Morgen herrscht lebhafter Verkehr, Pendler und Lastwagen, die zum Möbelhaus Inhofer unterwegs sind oder sich auf der Rückfahrt nach einer Lieferung befinden, sind oft mit erheblichem Tempo unterwegs.

Der Verkehr ist eine Gefahr für Kinder

Die vielen Fahrzeuge seien eine potenzielle Gefahrenquelle für Kinder, vor allem, wenn sie aus dem neuen Wohngebiet östlich der Heerstraße kommen, argumentieren Eltern und Fußgänger. Aber die Behörden wie das zuständige Straßenbauamt sehen keinen Handlungsbedarf. Die Zahl der Fußgänger sei zu gering, um eine Möglichkeit des sicheren Überquerens zu schaffen.

Über eine Querungshilfe an dieser Stelle wird derzeit nicht zum ersten Mal diskutiert. Seit vier Jahren, damals erhielt die Straße einen neuen Belag, plädieren Einwohner des Ortsteils für eine sichere Hilfe, um über die Heerstraße zu kommen. Sven Härle, Vater von zwei Kindern, sechs und acht Jahre alt, hat zur Selbsthilfe gegriffen. Jeden Morgen begleitet er seinen Nachwuchs über die viel befahrene Straße. Härle, der betont, mit seiner Forderung nicht in eine „Mecker-Ecke“ gestellt werden zu wollen, beobachte jeden Tag sorgfältig die Verkehrsentwicklung. Der Verkehr nehme immer mehr zu.

Angesprochen hat Härle seine Forderung bereits in einer Bürgerversammlung. Es wurde daraufhin eine Anzeigentafel installiert, die dem Autofahrer signalisiert, wie schnell er unterwegs ist. Eingeschaltet hat sich in die Sache auch Stadtrat Bernhard Thalhofer (CSU). Er appellierte an Landrat Thorsten Freudenberger, Bürgermeister Michael Neher und stellvertretenden Landrat Franz-Clemens Brechtel, sich des Anliegens einer Querungshilfe anzunehmen.

Verkehr in Illerberg: Eltern machen Vorschläge

Thalhofer und die Illerberger Eltern legen sich nicht auf eine bestimmte Art der Sicherung fest, sondern haben eine Liste von Vorschlägen erarbeitet, wie man den Übergang entschärfen könnte. Und so lauten die Anregungen:

  • Installation einer Ampel bei der kleinen Kapelle beziehungsweise der Bushaltestelle.
  • Fußgängerweg mit Zebrastreifen und Tempolimit von 30 Stundenkilometern in Höhe der Kapelle.
  • Einrichtung eines Mehrzweckstreifens für Radler zwischen Oberer Weiherstraße und Einmündung der Weißenhorner Straße.
  • Kreuzungshilfe im Bereich Radweg nach Vöhringen/Kreuzung St.-Florian-Straße.
  • Spiegel an der kleinen Kapelle für abbiegende Fahrzeuge, die aus der Kapellenstraße in die Heerstraße abbiegen wollen.
  • Spiegel an der Einmündung Weberstraße (Kuppe und verbauter Blickwinkel durch Hecke).
  • Ein Minikreisel an der Einmündung der Weißenhorner Straße in die Heerstraße zur Reduzierung des Tempos und Verbesserung des Abbiegens, weil ein spitzer Winkel dieser Straßenkreuzung das Einfahren auf die Heerstraße schwierig gestaltet.
  • Eine Tempo-Anzeigetafel für die Fahrtrichtung nach Witzighausen kurz nach der Weißenhorner Straße oder bereits am Ortseingang von Weißenhorn kommend.

Bernhard Thalhofer, Mitglied des Vöhringer Stadtrates, hat sich in einem Schreiben an Landrat Thorsten Freudenberger und Bürgermeister Michael Neher sowie an den aus Illerberg stammenden stellvertretenden Landrat, Franz-Clemens Brechtel gewandt und um Unterstützung gebeten. Thalhofer plädiert – auch im Namen der Eltern – für eine Lösung des Problems.

Der Aussage der Behörden, das Fußgängeraufkommen sei nicht so immens, dass eine Querungshilfe erforderlich scheint, widersprechen Thalhofer und die Eltern. Sven Härle verweist noch auf die vielen Spaziergänger an Sonn- und Feiertagen. Da gebe es zwar keine Lastwägen, aber dafür eine freie Strecke und die werde ausgiebig genutzt – zum zu schnell fahren.

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