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Einsatz

17.08.2020

Illerrieden: Betrunkener Unfallverursacher flüchtet

Eine 21-Jährige wurde in ihrem Auto eingeklemmt.
Bild: Wilhelm Schmid

Ein 41-Jähriger hat durch ein riskantes Überholmanöver einen schweren Unfall verursacht

Gleich zwei Unfälle innerhalb einer halben Stunde beschäftigten Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst am Freitagabend in Illerrieden (Alb-Donau-Kreis). Kurz vor 20.30 Uhr fuhr ein 17-Jähriger mit einem 18-jährigen Sozius auf einem Kleinkraftrad auf der Ortsdurchgangsstraße „Erzabt-Brechter-Straße“ im Illerriedener Ortsteil Dorndorf in Richtung Osten. Wegen eines Fahrfehlers kam er nach rechts von der Straße ab und prallte gegen einen Verteilerkasten auf dem Gehweg.

Der Fahrer wurde schwer, sein Beifahrer leicht verletzt. Beide trugen einen Helm, was wohl Schlimmeres verhinderte. Die Ortsfeuerwehr aus Illerrieden übernahm die Absicherung und Ausleuchtung der Unfallstelle; der zusätzlich angeforderte Rüstzug der Feuerwehr Dietenheim brauchte nicht einzugreifen.

Als die Verletzten gegen 21 Uhr versorgt waren, erreichte die Einsatzkräfte ein weiterer Alarm: Auf der Landesstraße 260, die auf der württembergischen Illerseite parallel zur bayerischen Staatsstraße 2031 verläuft, waren zwei Autos frontal kollidiert. Wie die Polizei berichtet, war ein 41-Jähriger mit seinem BMW am nördlichen Ortsausgang von Illerrieden in Richtung „Wochenauer Steige“ und Illerkirchberg unterwegs. Er überholte im Verlauf einer lang gezogenen Rechtskurve mit überhöhter Geschwindigkeit zwei vorausfahrende Autos. Am Ende der Kurve kam ihm eine 21-jährige Fordfahrerin entgegen. Sie hatte keine Chance mehr auszuweichen. So kam es zur Frontalkollision, bei der die Frau in ihrem Fahrzeug eingeklemmt wurde. Sie wurde von der Feuerwehr, die direkt vom Unfall in Dorndorf her anrückte, aus dem Wrack befreit. Zur patientenschonenden Rettung wurde zunächst das Dach des Fahrzeuges abgenommen. Nach Erstversorgung ihrer schweren Verletzungen wurde sie in eine Ulmer Klinik gebracht.

Der 41-jährige Unfallverursacher war nach etwa zweihundert Metern Schleuderfahrt mit seinem BMW in einem abgeernteten Acker stecken geblieben. Der Fahrer flüchtete zu Fuß von der Unfallstelle. Eine Suchaktion der Polizei und Feuerwehr, bei der auch ein Polizeihubschrauber mit Wärmebildkamera zum Einsatz kommen sollte, konnte wieder abgesagt werden. Beamte der Polizei trafen den Unfallverursacher an seiner Wohnadresse an. Er war ebenfalls verletzt. Der Grund für seine Flucht wurde laut Polizei schnell klar: Bei dem Mann wurde Alkoholgeruch wahrgenommen, ein Test ergab einen Wert über der absoluten Fahruntüchtigkeitsgrenze. Sein Führerschein wurde direkt vor Ort von der Polizei beschlagnahmt. Auch er wurde zur Behandlung seiner Verletzungen in eine Klinik gebracht.

Die Feuerwehren Illerrieden und Dietenheim sperrten im Auftrag der Polizei die Landesstraße 260 ab und leuchteten die Einsatzstelle für die polizeiliche Unfallaufnahme aus. Nach Abschluss der Aufräumungsarbeiten konnten die zahlreichen Einsatzkräfte von Polizei, Rettungsdienst und Feuerwehr die Straße wieder freigeben.

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