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Vöhringen

24.10.2019

Illertal-Gymnasium erhält internationalen Preis

Die beiden Lehrerinnen am Illertal-Gymnasium Susanne Hartung (links) und Petra Mayer nahmen die Auszeichnung in Helsinki entgegen.
Bild: Ursula Katharina Balken

Das IGV in Illerzell fördert unternehmerisches Denken. Dafür wird es mit einer renommierten Auszeichnung geehrt – als einzige Schule in Deutschland.

Das Illertal-Gymnasium ist mit dem international renommierten „Entrepreneurial School Awards 2019“ ausgezeichnet worden. Damit wird die „herausragende Arbeit der Schule beim Fördern unternehmerischen Denkens“ honoriert, heißt es in der Begründung des Kölner Instituts der Deutschen Wirtschaft, das das IGV für diesen Preis nominiert hatte. Als Delegation reisten die beiden Lehrerinnen Petra Mayer und Susanne Hartung nach Finnland, um den Preis entgegenzunehmen.

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Institut der deutschen Wirtschaft hat das IGV nominiert

Das IGV war bereits 2016 für seine Arbeit auf unternehmerischem Gebiet als „Junior Premium Schule“ und 2018 mit seiner Berufs- und Studienorientierung mit dem „Berufswahl-Siegel“ zertifiziert worden. Grund für die beiden Auszeichnungen war die Vielzahl von Schülerfirmen, die seit 1999 gegründet worden waren und erfolgreich gearbeitet hatten.

Jetzt konnte das IGV mit dem „Entrepreneurial School Award 2019“ in der Beurteilung noch eine Stufe höher klettern. Insgesamt wurden 33 Schulen aus 22 europäischen Ländern ausgezeichnet. Das IGV ist die einzige deutsche Schule, die mit dem Preis bedacht wurde. Beteiligt an dem internationalen Wettbewerb ist „Ja Europe“ – die größte Non-Profit-Organisation in Europa, die junge Menschen auf Beschäftigung und Unternehmertum im Berufsleben vorbereitet.

Illertal-Gymnasium erhält internationalen Preis

Das Institut der deutschen Wirtschaft hatte im April das IGV für den Preis nominiert. Der Fachbereich Wirtschaft und Recht unter Leitung von Petra Mayer stellte daraufhin das Konzept vor, wie Schüler am IGV schrittweise an unternehmerisches Denken und Handeln herangeführt werden. Projekte wie Schüler im Chefsessel, Betriebspraktika, Betriebsbesichtigungen waren dazu geeignet, Wirtschaft in der Praxis zu erkunden.

Mit Planspielen und Praktika lernen die Schüler unternehmerisches Denken

Bei Planspielen wurde auch Entscheidungsfindung geübt. „Es gab eine Übungsfirma, die Illertal-Confiserie“, berichtet Studiendirektorin Petra Mayer. Partnerunternehmen war die Illertisser Firma Lanwehr. In der 11. Klasse wurde die Gründung einer Schulfirma Realität. „Schüler entwickelten ihre eigenen Geschäftsideen und akquirierten Kapitalgeber durch den Verkauf von Aktien“, erzählt Mayer.

Produkte wurden hergestellt und vermarktet. Es gab Hauptversammlungen, bei denen die Jungunternehmer über die Geschäftslage, über Erfolge und Gewinne Bericht erstatteten. Auch wurden Geschäftsanteile ausgezahlt.

Zum Gesamtkonzept zählt nach Worten Mayers auch Wirtschaftsenglisch, Bewerbungstraining und ein Mentoren-Programm. In der finnischen Metropole Helsinki nahmen dann die beiden Lehrerinnen den Preis – eine Glasplastik – entgegen.

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