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Illertissen
07.09.2021

Betrug mit Guthabenkarten: Kriminelle erbeuten dreistelligen Betrag

Durch das Einlösen von Codes von Guthabenkarten haben Betrüger in Illertissen einen dreistelligen Schaden verursacht. Die Täter geben sich häufig als Vorgesetzte aus.
Foto: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Betrüger bringen eine Angestellte in Illertissen dazu, Guthabenkarten zu kaufen und Einlöse-Codes zu übermitteln. Die Polizei warnt vor einer gängigen Masche.

Ob per E-Mail oder über einen Messengerdienst: Betrüger gelangen immer wieder unter einem Vorwand an Codes von Guthabenkarten. Auf diese Weise ist nun bei einem Fall in Illertissen ein Sachschaden in dreistelliger Höhe entstanden.

Dem Polizeibericht zufolge bekam eine Angestellte einer Firma im Illertisser Stadtgebiet am Montagnachmittag eine E-Mail, die angeblich ihr Chef geschickt hatte. Die Frau wurde darin aufgefordert, ihre private Handynummer ebenfalls per E-Mail zu übermitteln. Zur Begründung schrieb der vermeintliche Chef, dass er sich in einem Meeting befinde und nicht telefonieren könne. Deshalb sollte die weitere Korrespondenz über einen Messengerdienst erfolgen.

Die Anordnung vom Chef entpuppt sich als dreister Betrug

Die Frau erhielt daraufhin eine Nachricht mit dem Konterfei ihres tatsächlichen Vorgesetzten. Darin wurde sie nun aufgefordert, unverzüglich diverse Guthabenkarten für ein Kundengeschenk zu erwerben und die Einlöse-Codes zu übermitteln. Die Angestellte kam dem Anliegen nach und wurde anschließend zu weiteren Käufen aufgefordert. Dies machte die Mitarbeiterin allerdings misstrauisch. Recherchen ergaben, dass sie auf einen dreisten Betrüger hereingefallen war. Wie der oder die Täter an die sensiblen Daten der Beteiligten gekommen war, ist Gegenstand der polizeilichen Ermittlungen.

Das Polizeipräsidium Schwaben Süd/West nimmt den Fall zum Anlass, ausführlicher über Betrügereien mit Guthabenkarten zu informieren. Die Täter arbeiten demnach organisiert, meist im Ausland. Sie schreiben unter der Mailadresse eines Vorgesetzten, die sie vorher erlangt haben. Unter diesem Vorwand nutzen sie die Position des Chefs aus, um „ihre“ Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Kauf von Guthabenkarten aufzufordern. Sie verlangen dann telefonisch oder per Messengerdienst die Übermittlung der Codes auf den Guthabenkarten. Einmal durchgegeben, sind die Codes in Sekundenschnelle eingelöst und die Guthabenkarten damit wertlos. Pro erfolgreichem Fall registrierte das Polizeipräsidium einen Schaden von meist etwa 500 bis 1500 Euro.

Die Polizei gibt Ratschläge, wie sich Vorgesetzte und Angestellte verhalten sollten

Was empfiehlt die Polizei in solchen Fällen? Geschäftsinhaberinnen und Geschäftsinhabern sollten ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Betrugsmasche hinweisen und bei einem erfolgten Betrug Anzeige bei der Polizei erstatten. Für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Unternehmen hat die Polizei folgende Ratschläge:

Lesen Sie dazu auch
  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Wird von Ihnen eine Übermittlung von Codes gefordert, beenden Sie die Kommunikation und nehmen mit dem Gesprächspartner auf einem Ihnen bekannten Weg Kontakt auf.
  • Lassen Sie sich die Richtigkeit des Anliegens nochmals bestätigen.
  • Wenn Sie bereits Codes übermittelt haben: Kontaktieren Sie unverzüglich den Dienstleister oder Anbieter zur Stornierung der übermittelten Codes. (AZ)
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