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Adler-Gebäude

28.06.2019

Illertissen bekommt den höchsten Zuschuss in ganz Schwaben

In die Jahre gekommen: Das Adler-Gebäude in Illertissen soll zu einem modernen Treffpunkt für Bürger werden. Dafür gibt es einen hohen Zuschuss.
Bild: Langhans

Plus Aus einem der ältesten Gebäude der Stadt soll ein moderner Treffpunkt für Bürger werden. Das ist dem Staat viel Geld wert.

Diese Nachricht hat im Illertisser Rathaus für gute Laune gesorgt: Wie am Freitag bekannt wurde, erhält die Stadt für den Umbau des Adler-Areals einen Zuschuss in Höhe von 1,8 Millionen Euro. Es stammt aus dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“. Für Schwaben sind insgesamt Mittel von 4,4 Millionen Euro vorgesehen – nach Illertissen geht demnach ein großer Teil davon. Dafür gibt es einen guten Grund, zumindest wenn es nach Bayerns Bauminister Hans Reichhart ( CSU) geht.

Minister lobt überzeugendes Konzept

Er lobt das „überzeugende Konzept“ für das Adlergelände: Unmittelbar neben dem Rathaus werde dadurch in dem historischen Gebäude ein „attraktives Bürgerhaus“ entstehen. Bürgermeister Jürgen Eisen reagierte freudig auf die Botschaft aus München: „So fängt das Wochenende gut an.“ Und auch Hochbauamtsleiter Florian Schilling äußerte sich zufrieden: „Da bin ich schon ein bisschen glücklich.“

In diesem Gebäude neben dem Illertisser Rathaus befand sich früher die Gaststätte Adler. Es gehört historischen Dorfkern von Illertissen.

Wie berichtet, will die Stadt den ehemaligen Gasthof Adler samt Nebengebäude und Hinterhof modernisieren. Es handelt sich um eines der ältesten Häuser Illertissens – und das ist die Jahre gekommen: Teile des Gebäudes sind marode, das Mauerwerk hat Risse, der Boden ist uneben und die Türen sind zu schmal. Nach der Sanierung, deren Kosten momentan auf rund zwei Millionen Euro geschätzt werden, soll das Gebäude ein schmucker Treffpunkt für die Illertisser Senioren sein. Und auch einer für die Vereine: Bereits jetzt ist dort die Arbeiterwohlfahrt untergebracht, später könnte zudem der Kunstzirkel einige Räume nutzen. Aber auch andere profitieren vom neuen Adler: Durch einen Belegungsplan soll das Gebäude von möglichst vielen Gruppen genutzt werden können, heißt es. Im Frühjahr wurde dazu ein Zuschussantrag eingereicht. Mit Erfolg, wie seit Freitag feststeht.

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In Bayern werden 34,2 Millionen Euro ausgeschüttet

Mit dem Programm „Soziale Integration im Quartier“ fördern Bund und Freistaat Sanierungen und Ausbauten von Bildungseinrichtungen, Stadtteilzentren und Bürgerhäusern. In Bayern stehen dafür 34,2 Millionen Euro zur Verfügung. Ziel sei es, dass Städte und Gemeinden ihre sozialen Einrichtungen aufwerten können – das soll die soziale Integration und den gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort fördern und stärken, heißt es in einer Pressemitteilung. Dazu Minister Reichhart: „Mit dem Investitionspakt schaffen wir Angebote für alle Bevölkerungsgruppen.“ In Bayern werden 39 Projekte in 38 Städten und Gemeinden gefördert, neben Illertissen sieben weitere in Schwaben. Bedacht werden auch das Jugendhaus in Neu-Ulm und der interkulturelle Quartiersgarten in Ichenhausen (Kreis Günzburg).

Der Bund übernimmt 75 Prozent der förderfähigen Kosten, der Freistaat beteiligt sich mit 15 Prozent. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) betont: „Damit leisten wir einen Beitrag zur Innenentwicklung und zur Sicherung gleichwertiger Lebensverhältnisse.“

Jetzt stehen Gespräche an

Mit dem Zuschuss im Rücken kann Illertissen nun den nächsten Schritt gehen, sagt Hochbauamtsleiter Schilling: Im Juli stehen Gespräche mit der Regierung von Schwaben an. Es wird um einige Illertisser Bauprojekte gehen, auch um das Adler-Gebäude. Demnächst will Illertissen einen Architektenwettbewerb ausrichten. Schilling: „Dann sehen wir, wer unser Nutzungskonzept am besten umsetzen kann.“ Man wolle schnell vorankommen.

Die Vorgeschichte zur Modernisierung des Adler-Gebäudes - lesen Sie dazu auch: Wird das ehemalige Gasthaus Adler in Illertissen bald saniert?

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