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Illertissen

14.11.2019

Illertissen schafft neuen Platz für Hobby-Kicker

So ähnlich könnte das Soccer- und Basketballspielfeld in Illertissen aussehen. Es soll beim Skateplatz entstehen und Kunststoffboden erhalten.

Beim Skatepark soll ein Spielfeld für Fußballer und Basketballer entstehen. Doch der vorgesehene Belag bereitet Kummer: Es geht um Mikroplastik.

Auf dem Skateplatz springen junge Sportler über die Rampen, auf einem Sandplatz dahinter fliegen Beachvolleybälle übers Netz: Bei gutem Wetter ist die Freizeitanlage an der Siemensstraße in Illertissen ein gefragter Aufenthaltsort. Bald soll das Areal noch mehr bieten: Die Stadt Illertissen will ein Spielfeld für Hobby-Kicker und Basketballer anlegen. Allerdings gibt es noch offene Fragen: So bereitet der ins Auge gefasste Kunststoffbelag einigen Stadträten Sorgen. Es geht um Mikroplastik, das ins Grundwasser gelangen könnte.

Im September hatte das Jugendparlament einen Antrag zum Bau eines sogenannten Soccer- und Basketballplatzes eingereicht. Im Bauausschuss wurde die Bitte damals wohlwollend aufgenommen. Nun gibt es erste Erkenntnisse, wie die Anlage aussehen könnte. Die gute Nachricht für die jungen Leute in Illertissen: Ein solches Spielfeld ließe sich neben dem bestehenden Skateplatz grundsätzlich anlegen – das teilte Hochbauamtsleiter Florian Schilling nun in einer Sitzung des Bauausschusses mit. Er hatte sich über verschiedene Ausbauvarianten informiert. So könnte der Soccerplatz an der Westseite der Siemensstraße entstehen. Damit keine Bälle auf die Fahrbahn fliegen und dort zur Gefahr werden, sollte das Areal von einem vier bis sechs Meter hohen Netz (oder einem starren „Käfig“) umgeben sein, hieß es. Die Kosten schätzt Schilling auf rund 80000 Euro. Die verteilen sich so: Tore, Körbe und Zaun dürften mit etwa 15.500 Euro zu Buche schlagen, der Einbau von Entwässerungsanlagen (Drainagen) und Belag mit etwa 64.500 Euro. Die Idee wurde von den Stadträten im Ausschuss erneut recht positiv aufgenommen: „Ein toller Vorschlag“, sagte etwa Ansgar Batzner (Freie Wähler). Doch es gab auch Bedenken. Stichwort: Belag.

Soccerplatz Illertissen: Plastikpartikel könnten sich ablösen

Zuletzt gab es Medienberichte, wonach kleine Plastikpartikel von künstlichen Spielfeldern in die Erde und vielleicht sogar weiter ins Grundwasser sickern könnten. Ein Tartan-Belag, wie er am neuen Soccerplatz vorgesehen ist, sei ja auch Kunststoff, gab Helga Sonntag (ÖDP/AP/Grüne) zu bedenken. Und fragte: „Haben wir denn nicht genug Bolzplätze im Stadtgebiet?“

In der Nähe des Kollegs befänden sich zwei, war in der Sitzung zu erfahren. Auf gewöhnlichen Spielplätzen ließen sich Fußball-Tore nicht ohne Probleme aufstellen: Dann klagten Nachbarn über den folgenden Lärm. Mit der neuen Anlage wolle die Stadt auf die Wünsche der Jugendlichen eingehen, sagte Schilling: Kleine Spielfelder seien gefragt. Auf einem Rasen lasse sich nur schlecht Basketball spielen.

Kunstrasen am Vöhlinstadion: Mikroplastik war beim bau kein Thema

Bürgermeister Jürgen Eisen (CSU) kam auf den Kunstrasenplatz beim Vöhlinstadion in Illertissen zu sprechen. Zur Zeit des Baus sei umweltschädliches Mikroplastik noch kein Thema gewesen. „Damals dachte niemand daran.“ Bevor ein Belag für den Soccerplatz ausgewählt werde, müsse man dessen Unbedenklichkeit überprüfen lassen.

Das sahen die Stadträte ähnlich und übernahmen das auch gleich in ihrem Beschluss. Ebenso wie die Tatsache, dass ein „Stahlkäfig“ den neuen Platz umfassen wird. Der Bau soll im Jahr 2021 stattfinden.

Jugendliche wünschen sich einen Soccerplatz in Illertissen - lesen Sie dazu auch:
Jugendparlament fordert Soccerplatz für Illertissen

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