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Dietenheim

20.02.2019

Im Dietenheimer Rathaus soll es gemütlicher werden

Durch die 40 Jahre alten Fenster des Dietenheimer Rathauses zieht es „wie Hechtsuppe“, sagt der Bürgermeister. Nun soll das Gebäude saniert werden.
Bild: W. Schmid

Durch die 40 Jahre alten Fenster zieht es in dem markanten Gebäude. Nun soll es saniert werden. Ein Investor plant außerdem ein Ärztehaus.

Im Dietenheimer Rathaus kann es schnell ungemütlich werden. Das allerdings nicht wegen Unstimmigkeiten in der Stadtverwaltung, sondern weil es „zieht wie Hechtsuppe“, sagte Bürgermeister Christopher Eh bei der vergangenen Sitzung des Gemeinderats. Jeder, der das bezweifelt, könne ihn bei entsprechenden Außentemperaturen gerne in seinem Amtszimmer besuchen. Ein Grund für die kühle Raumtemperatur: Die meisten Fenster im Rathaus sind um die 40 Jahre alt. Nun soll das denkmalgeschützte Gebäude saniert werden. Rund 450.000 sollen die Arbeiten kosten. 36 Prozent davon will das Land Baden-Württemberg übernehmen.

Nicht nur Dämmung: Das Rathaus bekommt auch frische Farbe

Der Gemeinderat erteilte der Verwaltung einstimmig den Auftrag für die Planung und Ausschreibung der energetischen Sanierung. An Wänden, Decken und Fenstern sollen Isolierungsmaßnahmen durchgeführt werden. Auch von außen soll das Rathaus in neuem Glanz erstrahlen: Die Wände werden frisch verputzt und gestrichen, wobei die Belange des Denkmalschutzes zu berücksichtigen sind. Bedenken aus dem Rat, ob beim Denkmalschutz Probleme zu erwarten seien, konnte der Bürgermeister zerstreuen: Man befinde sich in guten Gesprächen mit den zuständigen Sachbearbeitern des Denkmalamtes und sei zuversichtlich, Lösungen zu finden.

Zu den energetischen Maßnahmen kommen die Erneuerung der sanitären Anlagen sowie der Ausbau des Dachgeschosses. Dort sollen zwei Büroräume entstehen. Allerdings sind auch dabei Kompromisse mit dem Denkmalschutz erforderlich, wofür laut Bürgermeister Eh ebenfalls gute Aussichten bestehen. Eine kleine Arbeitsgruppe aus Verwaltung und Gemeinderat soll nun die Details mit dem Denkmalamt abklären, damit die Baumaßnahmen bald in Auftrag gegeben werden können.

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Ein Ärztehaus ist dringend nötig

Das Rathaus war nicht die einzige Bauangelegenheit, die der Gemeinderat besprochen hat: Auf dem Grundstück Brennerstraße 1 will ein Investor ein Ärztehaus bauen. Details zur Nutzung sollen bei der nächsten Gemeinderatssitzung vorgestellt werden, die Baugenehmigung hat das Gremium bereits erteilt. Mehrere Ratsmitglieder haben die dringende Notwendigkeit des Ärztehauses betont. Es sei „zwingend erforderlich, weil einige Ärzte sonst womöglich abwandern oder nach ihrem Eintritt in den Ruhestand keinen Nachfolger finden“ sagte Toni Endler. Gerhard Herz ergänzte: „Die Ärzte warten alle!“ Ute Werner lobte die zentrale Lage des Objekts und riet ebenfalls, das Ganze „zügig abzuwickeln“.

Der Bau soll laut Plan über drei Vollgeschosse verfügen und ein zurückgesetztes Dachgeschoß; auch das Erdgeschoß ist zurückversetzt und wird von Arkaden eingerahmt. Insgesamt 61 Parkplätze, davon ein großer Teil in einer Tiefgarage, bieten genügend Platz und sollen dafür sorgen, dass der gesamte Besucherverkehr auf dem eigenen Gelände des Hauses abgewickelt werden kann und die Umgebung nicht betroffen sein dürfte.

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