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Thal

18.05.2018

Im Endspurt für den neuen Dorfplatz

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3 Bilder
Ein kleiner Bach plätschert an Thals neuer Dorfmitte vorbei. Um im Ortskern mehr Aufenthaltsqualität zu schaffen, wurde unter anderem der Landgraben freigelegt.
Bild: Ursula Katharina Balken

Die größten Arbeiten sind erledigt, Feinheiten stehen noch aus: Im Herbst soll Thals neue Ortsmitte eingeweiht werden. Was bis dahin noch zu tun ist – und wo es Kritik gibt.

Der Wasserlauf liegt frei, die Pflastersteine sind gesetzt: Die neue Ortsmitte in Thal hat in den vergangenen Wochen immer weiter Formen angenommen. Nach Angaben von Bürgermeister Karl Janson sind die Hauptarbeiten mittlerweile abgeschlossen. Im Herbst soll der Dorfplatz, den die Stadt für insgesamt rund 2,6 Millionen Euro umgestalten hat lassen, offiziell eingeweiht werden. Bis es allerdings soweit ist, stehen noch kleinere Arbeiten an.

Wie Janson auf Nachfrage mitteilt, seien noch diverse Restarbeiten zu erledigen. Hand angelegt werden muss etwa an den Buswartehäusern, die eine Glasverkleidung erhalten. Außerdem werde die Pergola noch fertiggestellt und die Grünflächen mit Rasen bepflanzt.

Gestaltendes Element des neuen Dorfplatzes ist das Wasser. Ziel der Planung war es vor allem, das Areal zwischen Burgthalschenke, Roseneck und Haltestelle freundlicher zu gestalten. Um den Bürgern ihre Ortsmitte schmackhaft zu machen, wurde unter anderem eine Wasserachse angelegt. Dafür wurde der Landgraben, der zuvor unterirdisch verlaufen war, wieder freigelegt. Für die kleinsten Bewohner des Ortsteils gibt es einen kleinen Kinderbereich, der mit Klettergerüst und Spielgeräten ausgestattet ist. Erneuert worden sei nach Auskunft des Bürgermeisters außerdem die Straße samt Kanal, Entwässerung und Wasserleitung.

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Die Kosten für die Umgestaltung des Areals sind für die Stadt dabei nicht unerheblich: Nach derzeitigen Berechnungen belaufen sie sich auf rund 2,6 Millionen Euro. Einen Teil davon übernimmt die Regierung von Schwaben, die das Projekt mit rund 600000 Euro bezuschusst. Die Anlieger werden an den Kosten nicht beteiligt.

Dass mit der Umgestaltung des Platzes etwa der Busfahrstreifen weggefallen ist, sorgt im Ort teils für Kritik. So wurden die Haltestellen zwar behindertengerecht ausgebaut, eine Querungshilfe aber gebe es nicht, bemängelte etwa eine Bewohnerin. Gerade für Kinder sei der neue Platz direkt an der Straße gefährlicher als zuvor, hieß es.

Wie Janson auf Nachfrage sagte, werde es von Verkehrsexperten mittlerweile als sicherer eingestuft, wenn Busse auf der Straße halten – und nicht etwa in einer Busbucht. Denn auch Autofahrer müssten stoppen, wenn ein Bus vor ihnen zum Stehen kommt. So könne vermieden werden, dass Fahrgäste beim Überqueren der Straße von vorbeifahrenden Autos übersehen werden.

Auf eine eigene Querungshilfe sei verzichtet worden, da der Verkehr an dieser Stelle als sehr gering eingestuft werde. Die Anbringung eines Zebrastreifens müsse laut Janson zudem weitere Voraussetzungen erfüllen, die nicht gegeben seien. Außerdem müsse dieser aufwendig ausgeleuchtet werden. Seien die gesetzlichen Vorgaben nicht erfüllt, biete ein Zebrastreifen nach den Erkenntnissen der Unfallforschung und auch nach Ansicht vieler Eltern nur eine „Scheinsicherheit“.

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