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Illertissen

13.11.2017

Im Frühjahr soll das Museum fertig sein

Josefina Hirschenberger vom Aufsichtsteam gewährte Einblick in den Raum, in dem Exponate auf ihren endgültigen Museumsplatz warten.
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Josefina Hirschenberger vom Aufsichtsteam gewährte Einblick in den Raum, in dem Exponate auf ihren endgültigen Museumsplatz warten.

Im März oder April könnte die Illertisser Einrichtung eröffnet werden. Volkskundlerin Ursula Winkler begleitet den Aufbau und gibt Einblick in die langwierige Arbeit.

Wenn in Illertissen das Stichwort Heimatverein fällt, stellt sich inzwischen schon automatisch die Frage nach der Eröffnung seines neuen Museums. Aber auf ein bestimmtes Datum wollen sich die Heimatfreunde nach wie vor nicht festlegen. Doch der stellvertretende Vorsitzende Albert Vogt hofft, dass es März oder April sein könnte.

Daher galt bei der Jahresversammlung des Vereins neben der interessanten Rückschau die besondere Aufmerksamkeit den Ausführungen von Ursula Winkler. Sie ist die wissenschaftliche Begleiterin beim Aufbau des neuen „Museums Illertissen – Geschichten und Geschichte im Schloss“. Zur Frage, wann nach über fünfjähriger Pause mit der Eröffnung zu rechnen sei, sagte sie: „Definitiv im Frühjahr, doch genauer will ich mich nicht festlegen.“

Die Zeit bis dahin scheint aber absehbar und die Verzögerungen lassen sich neben Bauschwierigkeiten auch mit dem Aufarbeiten der Depotstandorte und dem Restaurieren einiger Exponate erklären. In ihrer Diaschau gab Winkler interessante Einblicke über die Fortschritte der Arbeitskreise oder wie die Innenausstattung Gestalt annimmt: Die Möbel stammen beispielsweise aus derselben Werkstatt, die auch das Bienenmuseum ausgestattet hat, Uniformen werden in einer Spezialfirma in Nürnberg gereinigt oder das im Jahr 1616 begonnene Stammbuch der Maria Jacobe Vöhlin – eine Art Vorläufer des heutigen Poesiealbums – werde als Replik angefertigt. Winkler erläuterte: „Mit Kosten von etwa 250 Euro ist es eine vertretbare Investition, um das kostbare Original Besuchern zugänglich zu machen.“ Bemerkenswert sei auch der ausgetüftelte Einbau von Teilen der früheren Druckerei Kassenetter wie ein Setztisch. Das neue Museum besitze ihrer Ansicht nach genau die richtige Größe, werde noch moderner als das Bienenmuseum sein und ein anderes Konzept aufweisen. „Beide ergänzen sich bestens“, so Winkler.

Zum Beispiel erhalte das neue Museum eine zeitgemäße verstellbare punktuelle Beleuchtung, welche Objekte ins Blickfeld rückt und zur Raumgestaltung beiträgt. Dazu müssen Leitungen im Dachboden verlegt und die Decke an den jeweiligen Stellen durchbohrt werden. Anders erstrahlt das einen Stock tiefer gelegene Bienenmuseum. Dieses ist mit Beleuchtungsschienen ausgestattet. Die Fensterscheiben des „Museums Illertissen“ besitzen außerdem einen Schutz gegen ultraviolette Strahlen und Infrarotlicht. Optisch wie informativ wird der sogenannte Objekt-Planet einen Mittelpunkt einnehmen. Dabei handelt es sich um eine Informationssäule, an der sich die Besucher über verschiedene Themen erkundigen können. Es gibt Biografie-Stelen, die visuell und akustisch über Illertisser Persönlichkeiten aufklären. Ein auf den Fußboden gedruckter Stadtplan soll junge Besucher aus der im Schloss verkörperten Vergangenheit durch Illertissen ins Nautilla der Gegenwart führen. Grundlegendes Wissen wird in vereinfachten Texten wiedergegeben, um die – mit Rollstühlen unterfahrbaren Vitrinen – gewährte Barrierefreiheit auch im übertragenen Sinne fortzuführen. Ein 120 mal 60 mal 180 Zentimeter großer Schaukasten bietet Platz für auszustellende Objekte.

Winkler sagte, sie führe fort, was ihr Vorgänger Christoph Mayr nach Plänen des Gestaltungsbüros Koop begonnen habe. Das Museum wird keinen Eintritt kosten.

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