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Vöhringen

29.01.2019

Im Schwarzen Adler in Vöhringen sollen bald die Lichter angehen

Der Schwarze Adler in Vöhringen soll wieder mit Leben gefüllt werden. Zwei Gastronomen aus Ulm hätten schon Pläne, auch der Bedien-Service „Partyeggs“ ist im Gespräch für das Restaurant im Kulturzentrum.
Bild: Balken

Plus Zwei Gastronomen aus Ulm und ein Bedien-Service aus Illertissen sind im Gespräch für das Vöhringer Restaurant. Welche besonderen Ideen die möglichen Pächter bereits haben.

Für das seit einem halben Jahr leer stehende Gasthaus Schwarzer Adler im Vöhringer Kulturzentrum scheint, wie berichtet, eine Lösung in Sicht: Es gibt gleich zwei Interessenten aus der Gastro-Szene, die den Betrieb übernehmen wollen. Allerdings warten sie mit ganz unterschiedlichen Konzepten auf.

Wer will dieses Lokal in Vöhringen wiederbeleben?

Bei dem einen Bewerber handelt es sich um den Illertisser Bedien-Service „Partyeggs“. Die anderen Kandidaten sind zwei Gastronomen aus Ulm, die sich zusammenschließen wollen, um das Restaurant zu übernehmen. Einer stammt aus dem chinesisch-vietnamesischen Restaurant Jade, der andere aus dem italienischen Lokal Michelangelo. Der 42-jährige Nhan Ngyuen und der 55 Jahre alte Antonio Malizio wollen gemeinsam etwas Neues probieren, ein Restaurant, das eine Mischung aus mediterraner und asiatischer Küche bietet und die Gäste im Saal während laufender Veranstaltungen versorgt.

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Ein Kompakt-Konzept für den Schwarzen Adler in Vöhringen?

Beide Gastronomen wollen die Gaststätte mit einem kulinarischen Angebot beleben, das auch die Mittagszeit mit einbezieht. Angedacht ist, ein gemischt mediterranes wie asiatisches Mittagsbuffet zu offerieren – die Rede ist von einem Kompakt-Konzept. Und sie haben auch schon genaue Preisvorstellungen. „Wir wollen so zwischen sieben und acht Euro liegen“, sagt Antonio Malizio. Abends soll dann eine größere Speisekarte auf die Gäste warten, so die Pläne der Gastronomen. In jedem Fall gehört auch die Bewirtung des Saales in das kompakte Konzept. „Wir denken an Hochzeiten oder ähnliche große Veranstaltungen“, so Malizio. In den Pausen während der Abonnement-Veranstaltungen des Kulturzentrums sollen Bier, Prosecco und antialkoholische Getränke angeboten werden sowie Fingerfood, also kleine Häppchen.

Gastronomen wollen asiatische und mediterrane Küche verbinden

Das Ziel beider Gastronomen: Sie wollen mit gemütlichem Ambiente und ausreichend Servicepersonal zur Visitenkarte des Kulturzentrums werden. Malizio und Ngyuen sind davon überzeugt, dass die Mischung aus asiatischer und mediterraner Küche sehr attraktiv sein wird. In jedem Fall wäre es etwas Besonderes, meinen sie.

Wie aus zuverlässiger Quelle zu erfahren war, ist der Bedien-Service „Partyeggs“ vor allem am Saalgeschäft interessiert. Das Restaurant soll nicht ständig geöffnet sein, sondern besonderen Events vorbehalten bleiben. An eine Bewirtung der Gaststätte sei nicht gedacht. Der Biergarten soll aber im Sommer geöffnet sein. Schließlich gehört er mit seinen alten Bäumen zu einem der schönsten Flecke in Vöhringen. „Partyeggs“ hat regionale Caterer an der Hand, die bei Bedarf für die Buffets sorgen. Als Beispiel wird die Metzgerei Maucher in Illertissen und Neumaiers Hirsch in Attenhofen genannt. Für ausreichend Servicepersonal soll auch gesorgt sein – der Betrieb sucht Mitarbeiter, um seinen Personalbestand aufzustocken.

Schwarzer Adler: Der Stadtrat hat das letzte Wort

Das Gasthaus Schwarzer Adler gehört in die Konzeption des Kulturzentrums. Als Gabi und Gert Schulze rund 18 Jahre lang Pächter waren, war das Restaurant beliebter Treffpunkt nach Veranstaltungen im Saal. Rund drei Jahre wurde die Gaststätte von Marion Dopfer geführt und dann kam ein Jahr gar nichts. Dieser Leerstand war dem Ruf der Gastronomie im Kulturzentrum nicht gerade förderlich. Dann fand sich Valentin Schierhuber, der aus dem Ulmer Golfclub in der Wochenau kam und dort das Restaurant betrieben hatte. Er war eineinhalb Jahre Pächter des Schwarzen Adlers. Wegen mangelnder Gäste gab er auf. Zudem scheiterte er mit der Bewirtung des großen Saals, weil er nicht ausreichend Servicepersonal zur Verfügung hatte. Und auch nicht haben konnte, weil sich das als zu teuer für den Wirt erwies. Dass die Pausen während der Veranstaltungen im Saal bis jetzt bewirtet waren, lag dann an Illergastro der Caritas und dem Landgasthaus Zum Brückle in Illerzell, die eingesprungen waren. Die Gäste der vergangenen Abo-Veranstaltung wurden von „Partyeggs“ mit Getränken und kleineren Speisen versorgt.

Am Ende liegt es aber am Stadtrat, wer das Rennen für den Schwarzen Adler macht.

Mehr zum Schwarzen Adler und dessen Vorgeschichte lesen Sie hier: Nach Adler-Aus: Wer übernimmt das Catering im Kulturzentrum?


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