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Im Städtebau sind Kompromisse gefragt

Kommentar Von Felicitas Macketanz
17.11.2018

Warum nicht nur Kreativität bei kommunalen Entwicklungen verlangt wird.

Dass die Memminger Straße in Altenstadt eine „Frischzellenkur“ nötig hat, ist seit Jahren bekannt: Die Häuser sehen mehr trist als einladend aus, die Straße – die Hauptverkehrsader durch den Ort – ist eng und den Wegesrand säumen meist kahle Flächen. Mit den Ideen, die Landschaftsarchitektin Susanne Wamsler im Gemeinderat vorstellte, könnte nach der gelungenen Marktplatz-Entwicklung jetzt die Problemzone Memminger Straße in Angriff genommen werden. Der Vorschlag: Mehr Grün am Wegesrand. Bei aller Naturliebe und Kreativität darf allerdings die Praxis nicht vergessen werden. Und daran könnten die Vorschläge scheitern.

Memminger Straße bleibt Altenstadts Problemzone

Ein Grund ist die schmale Fahrbahn: Gerade an Samstagen, wenn die Autobahn überfüllt ist und deswegen Lastwagen durch den Ort rollen, tut sich mancher Autofahrer jetzt schon schwer, sich durch die Enge zu manövrieren. Stünden nun mehr Bäume an den Rändern, ergebe sich für zwei entgegenkommende Lastwagenfahrer ein zusätzliches Problem. Und die vielen Bäume würden die Leidtragenden sein, wenn die Sattelzüge den ein oder anderen beschädigten. Und zweitens: Auch Bäume müssen gepflegt und die Flächen um sie herum regelmäßig von Laub und heruntergefallenen Früchten befreit werden. Für den Bauhof hieße das mehr Arbeit. Aber das sind nur Agrumente, die ins Gewicht fallen könnten – nicht müssen. Denn einen „grünen“ Eingriff hat die triste Straße allemal nötig, es kommt eben auf das richtige Maß an. Illertissen ist ein Beispiel dafür, wie das gelingen kann: Dort steht an mehreren Stellen die Stadtbirne, die laut Planerin auch in der Illergemeinde gepflanzt werden soll. Keine Frage: Die Vöhlinstadt wirkt dadurch freundlicher. Oder aber die Altenstadter wählen einen Kompromiss, wie ihn Rat Roman Kolb vorschlug: Bäume ja, aber weniger und dafür welche mit Wiedererkennungswert – etwas abseits des Wegesrandes. Mit dieser Idee könnte sich die Problemzone tatsächlich in ein schmuckes Areal verwandeln.

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