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28.07.2010

Immer im Einsatz für benachteiligte Schüler

Mit allen guten Wünschen wurde Sonderschulrektor Hubert Nägele in den Ruhestand verabschiedet. Unser Bild zeigt (oben von links): Konrektor Gregor Kuhn, stellvertretender Landrat Roland Bürzle, Schulamtsdirektor Kurt Bucher, die neue Schulleiterin Angelika Kremer, Konrektorin Christine Hauser; (unten von links) Elternbeiratsvorsitzende Margit Riedl, Bürgermeisterin Marita Kaiser, Sonderschulrektor Hubert Nägele mit Ehefrau Gertraud, Regierungsschuldirektorin Claudia Thoma. Fotos: wis
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Mit allen guten Wünschen wurde Sonderschulrektor Hubert Nägele in den Ruhestand verabschiedet. Unser Bild zeigt (oben von links): Konrektor Gregor Kuhn, stellvertretender Landrat Roland Bürzle, Schulamtsdirektor Kurt Bucher, die neue Schulleiterin Angelika Kremer, Konrektorin Christine Hauser; (unten von links) Elternbeiratsvorsitzende Margit Riedl, Bürgermeisterin Marita Kaiser, Sonderschulrektor Hubert Nägele mit Ehefrau Gertraud, Regierungsschuldirektorin Claudia Thoma. Fotos: wis

Illertissen Einen "kleinen Blumenstrauß mit Tönen" hatte das Kollegium der Wilhelm-Busch-Förderschule mitgebracht, um den Festakt zur Verabschiedung von Rektor Hubert Nägele zu eröffnen. Nach diesem Kanon und einem Madrigalsatz des Lehrerchores wurde in einer zweistündigen Feier deutlich, welch hohe Wertschätzung der Schulleiter allseits genießt.

Zweiter Konrektor Gregor Kuhn hatte im "Jogi-Löw-Stil" die zahlreichen Gäste in der Berufsschul-Turnhalle begrüßt, und für die Regierung von Schwaben würdigte Regierungsschuldirektorin Claudia Thoma die Verdienste von Hubert Nägele, der zum Schuljahresende in den Ruhestand tritt. Sie ließ dessen rund vierzigjährige Laufbahn Revue passieren, die den heute 62-Jährigen von der Pädagogischen Hochschule in Augsburg über Kettershausen, Bellenberg und Neu-Ulm/Pfuhl nach Illertissen geführt hatte.

Dabei, so die Regierungsschuldi-rektorin, habe Nägele stets hohen Einsatz für benachteiligte Schüler gezeigt und bewiesen, dass die Förderschule eine gute Perspektive sowie neben dem Lernraum auch Heimat zur emotionalen Stabilisierung bietet. Insbesondere in seinen 18 Jahren als Schulleiter habe sich Hubert Nägele als "Pionier der Sonderpädagogik in Schwaben" gezeigt.

Landratsstellvertreter Roland Bürzle blendete zurück auf die gemeinsame Zeit in Bellenberg und dankte für die Jahrzehnte, in denen Nägele die Förderschullandschaft im Landkreis pädagogisch, organisatorisch und baulich in hervorragender Weise mitgestaltet habe.

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Bürgermeisterin Marita Kaiser verwies auf die acht Jahre, die sie und der Sonderschulrektor nun gemeinsam in leitender Funktion in Illertissen tätig sind und dankte für die "konstruktive Nachhaltigkeit", mit der er "die Schulstadt Illertissen bereichert" und die Förderschule "mit Herz und Verstand zu einem modernen Lern- und Lebensraum entwickelt" habe.

Schulamtsdirektor Kurt Bucher, der gleichzeitig mit seinem langjährigen Kollegen und Freund Hubert Nägele in den Ruhestand geht, blickte zurück auf die gemeinsame Laufbahn und freute sich auf viele weitere gemeinsame Jahre.

Für den Elternbeirat dankte Vorsitzende Margit Riedl dem Schulleiter, der selbst zum bedeutenden "Stein" im Gefüge der Förderschule geworden sei und sich stets für seine Schule starkgemacht habe. Dem schloss sich Konrektorin Christine Hauser an, die versicherte, dass man das "Powerpaket" Hubert Nägele einerseits nur äußerst ungern gehen ließe, dass man ihm aber andererseits viele Jahre eines gesunden Ruhestandes wünsche. Wie ihre Vorredner übergab auch sie ein Geschenk, wobei dieses - eine von Schülern und Lehrern gemeinsam gefertigte Ton-Stele für den Garten - im Anschuss an die Feier enthüllt wurde.

Pantomimisches Konzert

Die guten Wünsche und Geschenkübergaben wurden von einer Reihe bestens vorbereiteter und ebenso gelungener Vorführungen von Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen effektvoll mitgestaltet. Begonnen hatten dabei die Kinder der Schulvorbereitenden Einrichtung mit einer musikalischen Europareise; die "Vielharmoniker" hatten gar ein pantomimisches Sinfoniekonzert einstudiert, und eine weitere Gruppe gefiel mit einem Tüchertanz im spanischen Stil. Die "Großen" ließen einen Trommelwirbel nach einem Tonband-Zitat ihres Schulleiters erklingen und erhielten wie alle Mitwirkenden reichen Applaus.

Abschließend glänzte Hubert Nägele mit einer in Verse gefassten Abschiedsrede im Stile des Schul-Namensgebers Wilhelm Busch, in die er sowohl die Erfahrungen seiner Lehrerzeit als auch durchaus kritische Bemerkungen zur aktuellen Schulpolitik mit einfließen ließ. Ihre Wirkung verfehlten dabei auch nicht zwei Zitate aus Elternbriefen, die verdeutlichten, welche Anforderungen manche Eltern heute an die Schule stellen.

Mit wiederum gereimtem Dank an alle Wegbegleiter seiner Lehrerlaufbahn schloss Nägele die Feierstunde, ehe im Schulgarten die Ton-Stele enthüllt wurde. Dieses Kunstwerk soll ihn in Zukunft im heimischen Garten an seine Dienstzeit erinnern.

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