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20.10.2009

Improvisationstheater kennt kein Textbuch

Illertissen "Ein Improvisationstheater braucht kein Textbuch, aber sehr wohl Spielregeln", erklärt Theatermacher Jörg Zenker. Daher gleiche keine Vorstellung der anderen, und das Publikum gestalte mit. Zusammen mit acht anderen Schauspielbegeisterten soll am Freitag, 23. Oktober, um 20 Uhr im Jugendhaus in Illertissen nach allen Regeln der Kunst improvisiert werden.

Etwa eineinhalb Jahre üben sie sich in diesem Theaterfach, das zwar gelehrt werde, wie der ausgebildete Schauspieler Jörg Zenker aus Bellenberg weiß, aber von keinem Schauspielschüler wirklich geschätzt wird. "Das würde ja ein eventuelles Scheitern beinhalten, dieses Risiko geht niemand freiwillig ein." Wer sich jedoch wie die Darsteller von "Rezeptfrei" auf solches Theaterspiel einlässt, den Konditionen von Spontaneität, gegenseitigem Zuspielen und Eingreifen stellt, erlebt Überraschung, Komik, Spannung bis zur Dramatik pur.

"Das hängt von den selbst gestellten Vorgaben ab wie vom willkürlichen Eingreifen von Seiten des Publikums", erklärt Jürgen Knoll, seines Zeichens Sozialarbeiter aus Ulm. Im vorgegebenen Rahmen sei alles erlaubt, kein Gedanke, inwieweit die Szene auf die Bühne passt. Allerdings gelte die Regel, dass niemand behindert werden darf, sonst geht nichts voran. "Ich muss annehmen, was kommt, darf nicht blocken", ergänzt Siggi Motzke. Die Sekretärin aus Illerberg bringt Schauspielerfahrung mit vom "Podium 70" und fühlt sich vom Improvisationstheater richtig angezogen. Dazu muss sich die Truppe gut kennen, ein Gefühl, das Christine Bayerle, Ergotherapeutin aus Burgau, schätzt. Axel Heim, Elektrotechniker aus Ulm, Roland Bauner, Umwelttechniker aus Senden, Roland M. Eppelt, Informatiker aus Illerkirchberg, die Schülerinnen Irmela Geller und Laura Sonntag aus Illertissen, gehören noch dazu. Sie alle verfügen über mehr oder weniger konkrete Vorstellungen von traditionellem Theater und haben Lust auf diese etwas anderen Regeln der Kunst.

Einfälle gibt es viele

Spielregeln sind etwa, zwei Szenen abwechselnd laufen zu lassen, eine muss immer verharren. Oder das Publikum gibt einen Gegenstand vor, welchen die Schauspieler auf der Bühne unterschiedlich definieren, bis die Szene durch Klatschen abgebrochen wird. Der Vielfalt der Einfälle sind keine Grenzen gesetzt, dabei ist der Eintritt am Freitag frei.

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