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Kettershausen

17.11.2017

In Kettershausen auf dem Glücksweg wandern

Ab 2020 soll der Glücksweg durch die Natur rund um Kettershausen fertig sein. Er soll unter anderem durch das Kettershauser Ried führen.
Bild: Sabrina Schatz (Archivbild)

Die Gemeinde Kettershausen will sich mit einer neuen Themen-Tour an einem Projekt im Landkreis Unterallgäu beteiligen. Worum es bei den Pfaden gehen soll.

In Kettershausen soll ein neuer Wanderweg entstehen. Die Gemeinde will sich an dem Glückswege-Projekt der Unterallgäu Aktiv GmbH beteiligen. In Planung sind derzeit 19 Rad- und Wanderwege im ganzen Landkreis. Jeder Weg folgt einem Motto. So können Wanderer zwischen Kirchheim und Pfaffenhofen etwa in die „Fabelhafte Storchenwelt“ eintauchen. Auf dem „Quellensteig“ bei Köngetried soll es dem Namen entsprechend um Quellen gehen.

In Kettershausen sei ein Glücksweg zum Thema Wasser geplant, sagt Bürgermeisterin Susanne Schewetzky. Die vorgesehene Route führt unter anderem durch das Naturschutzgebiet Kettershauser Ried, entlang verschiedener Gräben, vorbei am Stausee und durch das Schutzgebiet Alte Günz, wo es für die Wanderer zum Beispiel viele Wasservögel zu beobachten gebe. Bei der Mohrenhauser Sandgrube können Uferschwalben beobachtet werden, sagt Schewetzky. Auch an dem Kneippbecken, das gerade fertiggestellt wird, führe der Weg vorbei. Wie genau das Motto Wasser umgesetzt werden soll, müsse aber noch ausgearbeitet werden. Die geplante Strecke habe schon eine Agentur begutachtet, die für die Unterallgäu Aktiv GmbH arbeitet.

Für die Gemeinde sei der neue Wanderweg eine gute Sache, sagt die Bürgermeisterin. Kettershausen liege am nördlichen Rand des Unterallgäus. Bei dem Projekt dabei zu sein, bringe der Gemeinde vielleicht ein bisschen Aufmerksamkeit. Radtouristen, die auf dem Günztal-Radweg unterwegs sind, könnten von ihrer Strecke womöglich abweichen und sich anschauen, was es daneben noch gibt, sagt Schewetzky. „Der Weg soll die Naturgemeinde Kettershausen erlebbar machen.“ Doch nicht nur für Auswärtige, auch für die eigenen Bürger werde der Pfad einen tollen Naherholungswert bieten. Während in vielen anderen Gemeinden bereits bestehende Wege zu Glückswegen gemacht werden, werde in Kettershausen eine ganz neue Route geplant, so Schewetzky.

Bis die ersten Wanderer und Radfahrer die Tour nutzen können, wird es aber vermutlich noch ein paar Jahre dauern. Der Ausschuss für Wirtschaft und Tourismus des Unterallgäuer Kreistags segnete das Glückswege-Projekt kürzlich ab, wie es in einer Pressemitteilung heißt. Derzeit arbeitet die Unterallgäu Aktiv Gmbh (UAA) daran, die genauen Routen festzulegen. Danach soll eine einheitliche Gestaltung für Logo, Schilder und Startplätze entwickelt werden. Bis 2020 sollen die Wege mit Sitzbänken, Picknickplätzen, Infotafeln und Beschilderungen fertig eingerichtet sein.

Nach Angaben der UAA werden die Glückswege insgesamt 400000 Euro kosten. 162000 Euro davon sollen die Gemeinden übernehmen. Der Landkreis erwartet außerdem einen Zuschuss in Höhe von 153000 aus dem EU-Förderprogramm Leader. Die restlichen Kosten, also 85000 Euro, will der Kreis übernehmen. Weitere 164000 Euro sollen nach Fertigstellung der Wege in Werbung investiert werden. Die Glückswege werden nach aktuellen Plänen insgesamt 275 Kilometer lang sein. Die sechs Radtouren umfassen 150 Kilometer. Wandern soll auf 13 Wegen und 125 Kilometern möglich sein.

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