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Osterberg

31.01.2019

In Osterberg geht es ums bayerische Schulsystem

Bild: Armin Schmid

Der Vorsitzende der jungen Union sieht in der Hauptschule kein Abstellgleis. Dass viele Schüler auf das Gymnasium gehen, kann zur Herausforderung werden.

Mit dem bayerischen Schulsystem stand während des Neujahrsempfangs der CSU-Ortsgruppe Osterberg ein aktuelles Thema im Mittelpunkt. Zwischen Mittelschule, Realschule, Wirtschaftsschule, Gymnasium, berufsbildenden Schulen und Förderschulen gibt es viele individuelle Wege zur Erreichung des jeweiligen Bildungsziels.

Johann Deil, Vorsitzender der Jungen Union, sagt in seinem Vortrag, dass sich die Schülerzahlen an allen 13 Schularten verschieben. Rund 40 Prozent der Schüler gingen derzeit nach der Grundschule auf das Gymnasium. Jeweils rund 30 Prozent gingen auf die Mittelschule und auf die Realschule. Laut Deils Bericht wechseln nur rund vier Prozent der bayerischen Schüler die Schulart: „Wenn ein Kind den Weg von Gymnasium in die Realschule und dann in die Mittelschule geht, haben die Eltern etwas falsch gemacht“. Die Hauptschule sieht er nicht als Abstellgleis. Denn auch hier sei über den M-Zug ein mittlerer Bildungsabschluss möglich. Dass eine Vielzahl der Schüler ans Gymnasium wechseln, schaffe Herausforderungen. Man müsse darauf achten, dass die hohe Auslastung auch bewältigt werden kann, sagt Deil.

Vierte Klasse löst bei Kindern Stress aus

Der Unternehmer Hans-Joachim Böck weist darauf hin, dass die vierte Grundschulklasse bei den Schülern unheimlichen Stress auslöse. Der Druck sei da groß. „Und das bei kleinen Kindern“. Als Leiter eines Handwerksbetriebs sei er ständig auf der Suche nach Auszubildenden. Bei Hauptschülern gebe es da mittlerweile die Befürchtung, dass sie die Facharbeiterprüfung nicht bestünden. Man konzentriere sich im Handwerk mittlerweile auf Realschüler und Gymnasiasten, die aber nicht unbedingt einen Handwerksberuf erlernen wollten.

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Bürgermeister Rainer Schmalle lenkt den Blick auf die Kommunalwahlen im nächsten Jahr. Er geht davon aus, dass die CSU-Ortsgruppe voraussichtlich die einzige Gruppierung in Osterberg sein wird, die eine entsprechende Kandidatenliste aufstellen könne. Mit Blick auf die Kandidatensuche stellt sich die Frage, wie man die Bürger wieder zu mehr kommunalpolitischem Mitwirken anregen könne. (sar)

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