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Frustriert

22.05.2015

Integrationsbeiräte bleiben häufig den Sitzungen fern

Städtische Beauftragte Hülya Cakmak klagt: „Bei Gruppentreffen warte ich oft eine Stunde vergeblich“

Die Integrationsbeauftragte der Stadt Illertissen, Hülya Cakmak, gehört zu dem Team, das dem neuen Mehrgenerationen-Treff im Jugendhaus zu einem erfolgreichen Start verhelfen soll. Sie sieht sich über beide Ohren mit Arbeit eingedeckt und ist deshalb umso frustrierter. Im Integrationsbeirat werden derzeit viele Projekte verfolgt und etliche neue Pläne geschmiedet. Doch es läuft nicht rund. Die Abwesenheitslisten der Beiräte werden lang und länger. Auch in der jüngsten Sitzung waren die Reihen gelichtet. Einige fehlten entschuldigt, andere hatten nichts von sich hören lassen. Das ärgerte auch die anwesenden Integrationsbeiräte. Schlimmer noch sei es, wenn Treffen der Projektgruppen anberaumt seien. „Ich warte manchmal eine Stunde im Rathaus und kein Einziger kommt“, klagt die Integrationsbeauftragte. Stadtrat Arthur Schlosser pflichtete nach der Sitzung bei. „Nicht gut“, meinte er.

Denn Arbeit gäbe es unter den acht gewählten Integrationsbeiräten sowie den entsandten vier Stadträten und Vertretern des Arbeitskreises genügend. In der Projektgruppe „Schulische und außerschulische Bildung“, werden zum Beispiel Nachhilfe für Grundschüler und Vorträge zum Thema Sucht für Kinder und Eltern geplant. Bei der Projektgruppe „Kultur, Freizeit und Sport“ stehen ein Kochkurs sowie Ausstellungen und Konzerte von Künstlern mit Migrationshintergrund oder ein internationales Fußballturnier auf der Agenda. Konkret geplant ist Musikunterricht auf dem türkischen Instrument Saz. Die Gruppe „Soziales und Gesundheit“ will ein Fitnessgerät am Weiher-Spielplatz aufstellen. Im Interkulturellen Garten wartet im Frühjahr ebenso ein Menge Arbeit. Dort helfen inzwischen aber Asylbewerber mit.

Neu sind zwei Projekte, die Cakmak zusammen mit Resul Kayahan vorstellte. Der Beirat will bedürftige Menschen in Europa mit Hilfsgütern unterstützen. Kayahans Vorauswahl fiel auf ein Dorf in Serbien. Ob ein Hilfsgüter-Transport dorthin stattfindet, ist aber noch offen. Außerdem will der Beirat eine türkische Partnerstadt für Illertissen suchen.

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