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Energie

13.12.2014

Ja zu Windrädern, die nicht stören

Gemeinderat erteilt Einvernehmen für Pläne einer Firma im Oberroggenburger Wald

Einen Windpark will die Firma Gewi aus Husum im gemeindefreien Oberroggenburger Wald errichten. Der Bucher Gemeinderat hat dazu nun einstimmig sein Einvernehmen erteilt. Es gehe nicht, immer von Energiewende zu reden und dann stets Nein zu solchen Projekten zu sagen, so der Tenor.

Die Fläche, auf der 200 Meter hohe Windräder entstehen können, ist nun jedoch kleiner als ursprünglich im Regionalplan des Regionalverbands vorgesehen. Der Grund ist, dass sich die Gemeinde Buch bereits bei den Anhörungen zur Fortschreibung des Regionalplans auf die sogenannte 10-H-Regelung der bayerischen Landesregierung berufen hat. Wie Bürgermeister Roland Biesenberger sagte, wollen die Gemeinden Kettershausen und Breitenthal seines Wissens nach die Regelung ebenfalls anwenden. Sie besagt, dass die Windräder mindestens zehn Mal so weit von Wohnbebauung entfernt sein müssen, wie sie hoch sind. Da die Anlagen nun mindestens zwei Kilometer weit von Siedlungen entfernt sind, könne von störenden Einflüssen auf die Wohnqualität nicht mehr ausgegangen werden, so die Einschätzung der Bucher Verwaltung.

Biesenberger schätzt, dass es drei bis vier Windräder wären, die die Firma aus Husum im Oberroggenburger Wald errichten würde. Drei Windräder würden so viel Strom erzeugen, wie Buch verbraucht. Da der Einspeisepunkt relativ nah sei, gehe der Strom auch tatsächlich ins Netz. Der Wald sei ohnehin eines der wenigen Gebiete, wo nach der 10-H-Regelung überhaupt Windräder aufgestellt werden könnten.

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Einstimmig erteilten die Gemeinderäte das Einvernehmen, das nicht der Gesetzgeber, sondern die Bayerischen Staatsforsten für weitere Verhandlungen voraussetzen.

Eine neue Satzung für die Nutzung der Rothtalhalle haben die Gemeinderäte beschlossen. Wie berichtet, wird die Halle künftig nicht mehr an einen festen Pächter abgegeben. Vereine und Gruppen können sie bei der Gemeinde für einzelne Veranstaltungen wie Feste anmieten. Wird kein Eintritt verlangt und/oder gibt es keine Verköstigung, beträgt die Gebühr 150 Euro. Gibt es einen Eintritt und/oder wird verköstigt, kostet das 200 Euro. Nochmals 150 Euro kommen dazu, wenn die Herde in der Küche genutzt werden. Die Veranstalter müssen die Halle grob reinigen und aufstuhlen. Der Beschluss fiel einstimmig.

Die Kapelle St. Leonhard in Waldreichenbach ist in schlechtem Zustand. Wie Bürgermeister Roland Biesenberger in der Sitzung des Gemeinderats berichtete, gehe die Diözese von Sanierungskosten in Höhe von 215000 Euro aus. Kirchenpflegerin Ulrike Schmid hat sogar „kein gutes Gefühl“, dass dieser Betrag ausreicht, um das historische Kleinod zu retten. Die katholische Pfarrpfründestiftung St. Valentin Buch hatte vor der Sitzung einen Zuschussantrag über 20000 Euro gestellt, von denen 2000 Euro bereits vor Längerem ausbezahlt worden sind. Die verbleibenden 18000 Euro bewilligte der Gemeinderat einstimmig. Xaver Dürr (Freie Bürger) sagte, es sei „viel zu schade“ die Kapelle einfach verfallen zu lassen, auch wenn dort nicht so viel Betrieb sei. Das sehen auch seine Ratskollegen so.

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