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Neue Halle

24.02.2015

Jetzt wird in die Hände gespuckt

Beim ersten Treffen für „Männer-Gymnastik“ in der neuen Sporthalle in Unterroth waren genügend Interessenten gekommen, sodass der Kurs steht. Übungsleiter Bernhard Iberle rechnet womöglich mit weiteren Teilnehmern.
Bild: Regina Langhans

In Unterroth machen seit Neuestem Männer Gymnastik. Der Sportverein erweitert sein Angebot um fünf Gruppen

Noch fehlen die Geräte, aber das tut dem entflammten Sportseifer in der neuen Halle in Unterroth keinen Abbruch. Nach knapp zweijähriger Bauzeit, wobei der überwiegende Anteil in Eigenleistung ehrenamtlich erbracht wurde, sieht sich der Sportverein vor seinem neuen Aushängeschild, einer eigenen Turnhalle im Ort. Endlich besteht die Möglichkeit zu expandieren, schlagartig konnte der Verein sein Sportangebot um fünf verschiedene Gruppen erweitern.

Neu gibt es in Unterroth ein Volleyball- und Badminton-Training, einen Zumbakurs und Frauenturnen oder die Männer-Gymnastik-Gruppe mit Bernhard Iberle.

Das klingt interessant für ein Dorf, und der Übungsleiter war denn auch hocherfreut, als beim ersten unverbindlichen Treffen 18 Herren auf der Matte standen, manche wollten erst beim nächsten Mal dazustoßen. Teilweise hatten sie bisher auswärts trainiert, wie Iberle selbst, der deswegen dem Nachbarverein nicht die Freundschaft kündigen wird. Manche Unterrother scheinen geradezu auf diesen Zeitpunkt gewartet zu haben und wollen jetzt richtig durchstarten. Zum Beispiel Werner Luksch, der mit seinen 76 Jahren sagt: „Ich möchte im Alter beweglich bleiben.“ Wiederum andere schätzen es, wenn sie in einer Gruppe von Anfang an dabei sein können. Übungsleiter Iberle sagt: „Die meisten sind im Alter zwischen 40 und 75 Jahren. Dabei verlangt das Training einiges ab: Laufgymnastik, Rückenschulung oder Dehnung und Stärkung für Bewegungsabläufe. „Wohl seit 25 Jahren ist die Sporthalle bei uns ein Thema“, sagt Iberle, „nun sind Freude und Motivation riesig.“ Vielleicht werde sein Verein dieses Jahr die 400-Mitglieder-Marke knacken. Die Übungsleiter für die neuen Gruppen stammen alle aus den eigenen Reihen. Iberle freut sich auf die vielen neuen Möglichkeiten, den Pezziball einzusetzen oder das Theraband.

In Kürze würden auch alle Turngeräte kommen, sagt Vorsitzender Jürgen Strobel. Das bedeute, Sprossenwände oder Basketballkörbe an den Seiten anbringen oder die Ringe an der Decke. „Die Sporthalle ist nahezu zu 100 Prozent ausgelastet“, schätzt Strobel. Er kalkuliert, dass Kurse womöglich zweigeteilt werden, wenn weiterhin soviel Interesse bestehe. Doch er zeigt sich vorsichtig: „Wir hatten kürzlich ein Schafkopfturnier, und ich hatte die vage Hoffnung, dass vielleicht sieben Partien zustande kommen.“ Um so größer sei die Freude gewesen, als es am Ende zwölf Gruppen waren.

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