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Bellenberg

23.09.2019

Jubiläum: 100 Jahre Sportgeschichte beim ASV Bellenberg

Angelika Böck überreicht die Ehrenurkunde des Bayerischen Landes-Sportverbands, links Vorsitzender Rudolf Dippold, rechts sein Vize Hilmar Müller.
Bild: R. Langhans

Der ASV Bellenberg feiert sein 100-jähriges Bestehen mit Musik, Einlagen und besonderen Glückwünschen. Wie sich der Verein im Laufe der Zeit immer weiter entwickelte.

Vom Ringen bis zum Rollkunstlauf: In 100 Jahren hat sich der Athletik-Sportverein (ASV) Bellenberg enorm weiterentwickelt – über den reinen Kraftsport hinaus hin zu trendigen, alle Altersgruppen umfassenden Sportarten. Mit fast 1000 Mitgliedern ist er der größte Verein Bellenbergs und zählt zu den ältesten seiner Art im Kreis, wie Landrat Thorsten Freudenberger anerkennend beim Festakt sagte.

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Hunderte Besucher waren am Wochenende in die Dreifachturnhalle gekommen, um Geburtstag zu feiern. Im Frühjahr hatte bereits ein großes Schauturnen stattgefunden. Zum Jubiläum überreichte Angelika Böck von der bayerischen Sportjugend dem ASV die Ehrenurkunde des Bayerischen Landes-Sportverbands BLSV.

Auch der ASV hatte mit Problemen zu kämpfen

Dass der Verein Feierlaune demonstrieren konnte, war vor einem Jahr noch nicht klar. Denn nach dem Rücktritt des Vorsitzenden Wolfgang Schrapp ließ sich zunächst kein Nachfolger finden, wie der stellvertretende Vorsitzende Hilmar Müller in seinem Rückblick berichtete. Dann sprang der ehemalige, längst zum Ehrenvorsitzenden ernannte Rudolf Dippold ein. Er rettete den Verein vor der Auflösung.

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Gegründet wurde er am 17. März 1919 in der Bahnhofsrestauration in Bellenberg. Sein Ziel: sich in Disziplinen wie Ringen oder Jonglieren zu üben. Hoch motiviert hatten sich die Sportler damals eingebracht, Seegras gesammelt und daraus Matten gefertigt. Oder mit finanzieller Eigenbeteiligung einen 6,5 mal 6,5 Meter großen Übungsraum errichtet. Davor wurde in einer Scheune trainiert. Der Sportplatz lag nördlich der Illerstraße.

Eine Olympiasieger aus den Reihen des ASV

Dritter Bürgermeister Norbert Frank, der dem ASV in Vertretung der Gemeinde gratulierte, wusste davon aus eigener Erinnerung zu erzählen. „Als Schulkinder hatten wir dort Sportunterricht.“ Mit dem Ringen habe er es einmal versucht – und dann nie mehr wieder. Bellenberg hatte sich zum Zentrum für Kraftsport entwickelt. Gewichtheber Rudolf Mang (1950-2018) gewann bei den Olympischen Spielen 1972 in München die Silbermedaille und machte als „der Bär von Bellenberg“ den Ort berühmt. Als die zwischendurch gebaute Turn- und Festhalle nicht mehr ausreichte, wurde die Dreifachhalle errichtet.

Die Gründerväter hätten von Anfang an Weitsicht und gesellschaftliche Verantwortung für das kleine Dorf bewiesen, hieß es. Von wenigen Männern initiiert, wuchs der Verein in vielerlei Hinsicht: Noch vor dem Zweiten Weltkrieg gab es eine Damenriege und eine eigene Musikkapelle. Inzwischen ist es eine stattliche Organisation mit verschiedensten Angeboten: Traditionelle Sportarten werden ergänzt durch Training für Gesundheit, Senioren oder Fitness. In Kooperation mit Weißenhorn entstand die Kindersportschule. Viele Trendsportarten finden im ASV ihre Heimat.

Beispiele davon lockerten den Festakt auf: Sie reichten vom modernen Rollkunstlauf bis zum heute kaum mehr angebotenen Jonglieren. Die Jonglierriege des KSV Unterelchingen erhielt für ihre Vorführung zum Marsch „Alte Kameraden“ – von der Musikgesellschaft Bellenberg mit viel Tempo vorgetragen – Sonderapplaus.

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