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Bilanz

16.02.2016

Jubiläum der Jann-Orgel klingt an

Markus Hubert führt dem Förderkreis vor, wie vielseitig die Jann-Orgel in der Martinskirche mit Stücken aus den Jahrhunderten klingen kann.
Bild: R. Langhans

Förderkreis der Kirchenmusik trifft Publikumsgeschmack. 25-Jahr-Feier des Instruments in St. Martin und Weihe in der Illertalklinik stehen bevor

Bei der Auswahl ihres Programms vergangenes Jahr haben die Kirchenmusiker von St. Martin den Geschmack ihres Publikums getroffen. Hans Scherrer, Vorsitzender des 21 Jahre bestehenden Fördervereins, zog eine interessante Bilanz. Sie fand aus gegebenem Anlass auf der Kirchenempore vor der Orgel statt, denn Organist Markus Hubert stellte die Vorzüge des vor 25 Jahren gebauten Instruments vor.

Der nach ihrer renommierten Werkstatt sogenannten „Jann-Orgel“ ist am 23. April ein Festkonzert für Orgel und Orchester unter Leitung von Markus Hubert gewidmet. Das Instrument ist größer als seine Vorgängerin und wurde im Zuge der damaligen Kirchensanierung zugunsten einer besseren Akustik eine Empore tiefer und in den Mittelpunkt versetzt. Die „neobarocke“ Orgel hat 29 Register und 1996 Pfeifen. Bei ihrer Klangfärbung eignet sie sich neben der älteren Musik auch für die Aufführung zeitgenössischer Werke. Hubert spielte Stücke verschiedener Epochen und ließ am Ende mit der „Symphony No. 1“ des Franzosen Alexandre Guilmant bereits das Programm des Jubiläums-Konzerts anklingen.

In der Rückschau auf das übers kirchenmusikalische Jahr hinausreichende Wirken zählte Scherrer interessante Veranstaltungstermine auf:

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Zum Beispiel im Sommer die Brunnenhof-Serenade unter freiem Himmel, wofür der Flügel eigens in den Hof geschoben wurde. Sodann im Herbst das Mozart-Requiem in der Pfarrkirche mit Kammerorchester, Kammer- und Kirchenchor aus eigenen Reihen, sodass nur Solisten von auswärts verpflichtet wurden. Als Publikumsmagnet entpuppte sich das Weihnachtssingen mit abwechselndem Programm aus einstudierter Kirchenmusik und von der Orgel begleiteten klangvollen Weihnachtsliedern für alle. Dafür drängten sich die Besucher geradezu in die Pfarrkirche. Wegen des stilvollen Ambientes geschätzt werden die alljährlichen Konzerte in der Schlosskapelle. Um die unterschiedlichen Veranstaltungsorte zu managen, stehen Hubert, Orchester und Chören Helfer des 173 Mitglieder zählenden Förderkreises zur Verfügung. Scherrer: „Die Leute vom Podestbau-Team sind die ersten, die kommen und die letzten, die gehen – wenn alle anderen längst feiern.“

Das begonnene Kirchenmusikjahr gibt den Musikern viel Anlass zu Festkonzerten. Im Frühjahr soll auch die auf Initiative des Förderkreises großteils aus Spenden finanzierte Orgel in der Kapelle der Illertalklinik eingeweiht werden. Die Restsumme wird vom Förderkreis getragen, der in den Vorjahren schon kräftig in eine eigene Instrumentenausstattung investiert hat. Dazu zählen neben der Truhenorgel im Chor Cembalo, Trommel, Konzertbecken, Pauken. Zum zehnjährigen Bestehen das Carillons steht ein weiteres Festkonzert an, wofür eine Komposition in Auftrag ist.

Bei der Vorschau erinnerte Scherrer an die stete Weiterentwicklung innerhalb der Musik, woran sich die Gesellschaft anpassen müsse, und ermunterte zur Offenheit gegenüber neuen Einflüssen.

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