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Neu-Ulm

25.11.2018

Jugendliche haben viele Ideen für Neu-Ulm

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Eine große Party wie beim Schwörmontag, nur in Neu-Ulm und exklusiv für Jugendliche. Davon träumen einige Schüler aus Neu-Ulm. Über ihren eigenen Feiertag diskutierten sie beim Neu-Ulmer Jugendtag.
Bild: Alexander Kaya

Junge Menschen haben beim Jugendtag über ihre Wünsche für die Stadt diskutiert. Auch, wenn vieles davon gut angekommen ist – nicht alles ist umsetzbar.

Kostenlose Kurzstreckentickets für Bus und Tram, eine bessere Internetverbindung oder doch lieber gleich ein eigener Feiertag nur für Jugendliche? Die Themen, die in einer Diskussionsrunde zwischen Vertretern der Stadt Neu-Ulm und jungen Menschen kürzlich besprochen wurden, waren ebenso relevant wie kreativ. 13 Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren waren auf Einladung der Stadt in den großen Saal des Rathauses gekommen. Sie besprachen, wie Neu-Ulm für junge Menschen attraktiver werden könnte. Wo sonst Stadträte über Bauvorhaben, Nahverkehr oder den Nuxit, also den Austritt der Stadt Neu-Ulm aus dem Landkreis, diskutieren, waren diesmal die gefragt, die sonst nicht mitentscheiden dürfen. Zum dritten Mal fand die Diskussionsrunde statt. In den vergangenen Jahren konnte danach auch einiges umgesetzt werden: Eine (legale) Graffiti-Aktion am Pfuhler Jugendbüro, eine Skatebahn in Pfuhl und der Neu-Ulmer Jugendaktionstag gehen auf Ideen aus der Diskussionsrunde zurück.

Vorab machten sich die Teilnehmer Gedanken über Dinge, die sie in der Stadt verändern wollen. Danach wurde in großer Runde darüber diskutiert – untereinander, aber auch mit Ralph Seiffert, dem Leiter des Fachbereichs Schule, Sport, Kultur und Soziales im Rathaus, der als Vertreter der Stadt das Gespräch moderierte und Tipps gab.

Das mit dem Kurzstreckenticket für lau wird wohl nichts

Das wohl bedeutendste Thema, das zur Sprache kam, waren die öffentlichen Verkehrsmittel: Die Busse seien überfüllt, kämen nicht oft genug, fallen zum Teil sogar ganz aus und seien zu teuer. So die Meinung der Schüler. Vor allem Letzteres wurde rege diskutiert. Der Vorschlag der Jugendlichen: Ein kostenloses Kurzstreckenticket für Schüler und Studenten, mit dem man fünf Stationen weit fahren kann. Denn, wer nah an seiner Schule wohnt, bekommt kein Ticket vom Landratsamt gestellt und muss entweder selbst dafür zahlen – oder zu Fuß gehen. Genau solche jungen Leute profitierten den Kindern zufolge von diesen Fahrkarten. Doch Seiffert erklärte, dass das wohl nicht klappen werde. Denn die öffentlichen Verkehrsmittel seien nicht Aufgabe der Stadt. Die Probleme mit Bussen, die einfach weiterfahren oder zu spät kommen, wolle er aber an die Unternehmen weitergeben.

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Auch das Freizeitangebot der Stadt stand auf der Liste der Schüler. Die einen wünschten sich ein Sportfeld am Ludwigsfelder Baggersee – mit verschiedenen Geräten zum Trainieren und Toben. Andere gingen da gleich einen Schritt weiter: „Wir brauchen einen zusätzlichen Feiertag nur für Jugendliche, an dem ohne Alkohol gefeiert wird“, forderte eine 14-Jährige. Als Beispiel nannte sie den Schwörmontag in Ulm. Ihrer Meinung nach sollte dann auch gleich schulfrei sein, wie an einem richtigen Feiertag eben. „Das wäre doch total schön“, sagte sie. Doch nicht alle Anwesenden teilten ihre Meinung. Einer bezeichnete die Idee als „unnötig“. Seiffert stellte dann klar: Einfach so einen Feiertag einzuführen, sei nicht möglich. Aber eine Party könnten die Jugendlichen durchaus veranstalten. „Das könnt ihr auch selbst organisieren.“ Mit vereinten Kräften sei das zu schaffen – und besser, als wenn Erwachsene die Party planen. So war die Idee geboren – und gleich erweitert: Eine Schülerin schlug daraufhin vor, daraus eine Charity-Aktion zu machen und Geld für Menschen in Not zu sammeln. Was aus der Idee wird, bleibt jedoch abzuwarten. Konkreter wurden die Pläne nicht.

Auch die Ladenöffnungszeiten waren für die Jugendlichen ein Thema. Geschäfte sollten länger geöffnet sein, forderten sie. In der Nachbarstadt Ulm sei das schließlich auch möglich. Doch Seiffert hat schlechte Nachrichten: „Die Öffnungszeiten sind für ganz Bayern im Ladenschlussgesetz geregelt. Da kann die Stadt nichts machen.“ Beim Mobilfunk und der Internetanbindung hingegen könne die Stadt tätig werden – auch das forderten die Jugendlichen. Die Kosten seien hoch, die Verbindung schlecht. Seiffert: „Das Thema steht auf der Agenda. Da wird sich was tun.“

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