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Babenhausen

15.12.2019

Jugendliche jobben in Babenhausen für den guten Zweck

Die Auftaktveranstaltung fand heuer in der Firma Dilo statt, die sechs Mittelschüler „einstellte“. Das Foto zeigt sie mit Regine Zoller (Koordinatorin der Aktion seitens des KJRs), Rektorin Catharina Freudling und Ausbildungsmeister Herbert Sauter.
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Die Auftaktveranstaltung fand heuer in der Firma Dilo statt, die sechs Mittelschüler „einstellte“. Das Foto zeigt sie mit Regine Zoller (Koordinatorin der Aktion seitens des KJRs), Rektorin Catharina Freudling und Ausbildungsmeister Herbert Sauter.
Bild: Fritz Settele

Rund 70 Siebt- und Achtklässler der Babenhauser Mittelschule erarbeiten Spenden – auch für die

Haare föhnen, Autoreifen stapeln, mit Kindergartenkindern spielen, Regale einräumen und Metall bearbeiten: Das sind nur ein paar der Aufgaben, die die rund 70 Buben und Mädchen der Mittelschule Babenhausen unlängst an ihrem „Ehrenamtstag“ absolviert haben. Die Jugendlichen haben ihren Einsatz denen gewidmet, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen. Der gesamte Erlös der Aktion fließt sozialen Organisationen zu, darunter auch dem Leserhilfswerk unserer Zeitung, der Kartei der Not.

Seit es die Aktion „Mitmachen Ehrensache“ gibt, ist die Mittelschule Babenhausen mit von der Partie. Die Fäden laufen beim Unterallgäuer Kreisjugendring zusammen, im Fuggermarkt bei Regine Zoller. Gesichert werden soll, dass die „Verdienste“ der Schüler zu 100 Prozent Bedürftigen in und um den Fuggermarkt zugutekommen. Die Organisatoren rechnen damit, dass heuer zwischen 1500 Euro und 2000 Euro zusammengekommen sind.

Jeder Schüler arbeitete mindestens vier Stunden lang für einen „Mindestlohn“ von vier Euro pro Stunde. Diesen sacken die Jugendlichen aber nicht selbst sein. Vielmehr fließt der Erlös in einen Spendentopf, der dann im kommenden Jahr geleert wird. Wie die Erfahrung zeigt, sind die Unternehmen stets auch bereit dazu, noch den einen oder anderen Euro auf den Lohn draufzulegen.

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Die Schülerin Ann-Kathrin befüllte für die Raiffeisen-Waren GmbH in Babenhausen Regale.
Bild: Fritz Settele

Über die Jahre hinweg kamen so mehr als 20 000 Euro zusammen. Das Geld erhielten zum Großteil die Arbeiterwohlfahrt, die Senioren-GmbH Babenhausen und die Kartei der Not. Rektorin Catharina Freudling bedankte sich bei der heimischen Wirtschaft, die nicht nur die „Arbeitsplätze“ für die Ehrenamtsaktion zur Verfügung stellte, sondern diese auch finanziell großzügig unterstützen. Gleichzeitig beweise dies auch, wie gut Schule und Unternehmen vor Ort vernetzt sind.

Die Auftaktveranstaltung fand heuer bei der Firma Dilo in Babenhausen statt. Damit wollen Kreisjugendring und Schulleitung dem Metall verarbeitenden Unternehmen Danke dafür sagen, dass es Jahr für Jahr Jugendliche im Rahmen der Aktion aufnimmt, in diesem Jahr waren es sechs.

Den Buben und Mädchen machte es Spaß, einen etwas anderen Schultag zu erleben – und quasi blau zu machen für einen guten Zweck. Denn der im Vorfeld mit den Firmen abgeschlossene Arbeitsvertrag galt an diesem Tag auch als Entschuldigung für das Fernbleiben vom regulären Unterricht. Besonders eifrig machte sich die Klasse von Lehrerin Sabine Voigt ans Werk. 28 Buben und Mädchen waren im „Arbeitseinsatz“.

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