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22.07.2010

Jung-Unternehmer gehen noch zur Schule

Kai Wenninger, Tobias Schmid und Juliana Sauter (sitzend) zahlen die Aktien aus. Mit dabei das Team von "Flammen & Co.", Schulpate und Wirtschaftspaten. Foto: lor
Bild: lor

Illertissen Mit der Gewinnausschüttung von insgesamt 410,02 Euro - die Aktien waren auf 64 Prozent gestiegen - war nach knapp einem Geschäftsjahr das Ende der Firma "Flammen & Co." gekommen. Etwas ungewöhnlich für junge, erfolgreiche Unternehmer, doch diese drücken noch die Schulbank und haben ihr Projekt-Seminar beendet.

In der abschließenden Hauptversammlung zahlten die Schüler nicht nur die Aktien aus sondern gaben Verwendungsempfehlungen: "Das Geld behalten oder spenden, entweder der Typisierungsaktion für den leukämiekranken Max oder in unsere Schülerkasse für eine Abschlussveranstaltung", wie Vorsitzende Christina Wirth erklärte. Die meisten Aktionäre spendeten den größeren Anteil dem guten Zweck.

Per Powerpoint-Präsentation berichtete der Vorstand über das vergangene Schuljahr, das zugleich dem Geschäftsjahr entspricht. Unter den Zuhörern waren nicht nur die Aktionäre sondern auch unterstützende Ratgeber wie Schulpate Franz Kögel, die Wirtschaftspaten Erwin Kögel und Andreas Netzer, die Städtische Wirtschaftsbeauftragte Petra Schwandt. Mithilfe kam vom Institut der deutschen Wirtschaft.

Unternehmerfrühstück und Märkte abklappern

Jung-Unternehmer gehen noch zur Schule

Am Anfang stand die Suche nach dem geeigneten Produkt, wobei sich die Firma auf den am meisten gefragten Artikel - Tischfeuer in hochwertiger Metallschale - einigte. Allerdings galt es auch die Investoren von dem Produkt zu überzeugen. Das Team musste sich zusammenraufen. Ein Workshop wurde absolviert, ein Unternehmerfrühstück abgehalten, zwei Messen - davon eine speziell für Schülerfirmen - besucht und Märkte mussten erschlossen werden. Lohn- und Sozialabgaben sowie Steuern waren angefallen. "Wir haben viel gelernt und bei der Messe für Schülerfirmen in Fürth mit unserem Live-Werbespot den dritten Platz erreicht", so Christina Wirth. Tobias Walcher war für die technische Herstellung zuständig, kümmerte sich um Qualität, suchte Bauteile zusammen und besorgte kleine Werbegeschenke mit aufgedruckter Bestelladresse fürs Internet. Um Buchhaltung und Finanzen kümmerte sich Kai Wenninger. Die Produktion umfasste 64 kleine und zwölf große Tischfeuer. Der Aktienwert konnte von zehn Euro auf 16,41 Euro gesteigert werden, der Nettogewinn beträgt 410,02 Euro.

In der Marketingabteilung arbeiteten Sandra Gelitzki und Melinda Oechsle, wo Firmenlogo und Homepage, aber auch die Gestaltung des Messestands ausgetüftelt wurden. Juliana Sauter trug die Verantwortung im Verwaltungsapparat, für Protokolle, Korrespondenz, Pressekontakte, Bestelllisten oder Laufzettel bei der Herstellung. Die Fülle der Aufgaben hat den Zeitrahmen eines Projekt-Seminars gesprengt, doch für die 15 Elftklässler war es eine lehrreiche Zeit: "Wir haben viele Meinungen gehört und gelernt, auf Menschen zuzugehen", so Christina Wirth.

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