1. Startseite
  2. Lokales (Illertissen)
  3. Junge Bläser vergolden das Finale

Junge Künstler – Stars von morgen

25.10.2016

Junge Bläser vergolden das Finale

Das Festival „Junge Künstler – Stars von morgen“ des Freundeskreises „Kultur im Schloss“ endete mit Trompeten- und Posaunenschall. Rund 35 Holz- und Blechbläser des Schwäbischen Jugendsinfonieorchesters begeisterten in der Illertisser Schranne in verschiedenen Kombinationen.
Bild: Regina Langhans

Unterschiedliche Holz- und Blechbläser-Ensembles des Schwäbischen Jugendsinfonieorchesters begeistern beim Festival mit Talent und Spielfreude

Beim Finale des Festivals „Junge Künstler – Stars von morgen“ haben die Holz- und Blechbläser-Ensembles des Schwäbischen Jugendsinfonieorchesters einen klanglichen Farbakzent nach dem anderen gesetzt. Gesammelte Hörerlebnisse, wie sie in den vorausgehenden fünf Konzerten teils einzeln, in Solodarbietungen geboten wurden. Das Abschlusskonzert in der Illertisser Schranne war bestens besucht, das Publikum von Talent und gezeigter Spielfreude begeistert. Der Funken sprang schnell über.

Insgesamt standen rund 35 Nachwuchsmusiker auf der Bühne, die in unterschiedlichen Formationen als Holzbläser unter Wolfgang Fritzen sowie Blechbläser unter Konrad Müller und Felix Winker musizierten. Dabei machte der Programminhalt mit 15 Auftritten neugierig und baute Spannung auf, die sich erst auflöste, als alle beim gemeinsamen fröhlichen Schlussauftritt auf der Bühne zu sehen waren.

Einen strahlenden Konzertauftakt bot das zwölfköpfige Blechbläser-Ensemble, das tongewaltig aus „Enigma-Variationen“ des Engländers Edward Elgar das Stück „Nimrod“ vortrug. Ein weiteres, konzertant vorgetragenes Stück der Bläser hieß „Lost The World“ von Gustav Mahler. Für Abwechslung im Klang, insbesondere durch den Kontrast von Flöte und Fagott, sorgten fünf Bläser beim Quintett in g-Moll von Franz Danzi. Ein weiteres Stück hieß „Quintette pour instruments à vents“ des französischen Flötisten Paul Taffanel. Luftig-heiteres Spiel von vier Querflöten war zu hören beim Pastorale aus „Sommertag in den Bergen“ des gebürtigen Franzosen Eugène Bozza. Temporeich und fröhlich boten zwei Klarinetten Stücke aus den „Etudes Progressive“ für zwei Klarinetten des finnischen Komponisten Bernhard Henrik Crusell. Noch einmal Bozza gab es mit der Suite für Hornquartett, wobei die Bläser, unter ihnen Jonas Gira aus Illertissen, mit dem warmen Klang ihrer Instrumente, einschließlich Echo-Effekten, erfreuten. Zu acht – die vier Stimmen waren doppelt besetzt – intonierten sie Wolfgang Amadeus Mozarts Parthia in B-Dur für Bläseroktett. Besonders schön gelangen die für Mozart typischen Tonspielereien. Das Oktett offerierte auch die Partita, opus 57, des tschechisch-österreichischen Franz Krommer.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Eine weitere reine Holzbläser-Formation führte drei Klarinetten und zwei Fagotte zusammen, die melodiös und rhythmisch das „Divertimento“, Ballettmusik von Karl Kolbinger vortrugen. Weitere Stücke hießen „Trio in F-Dur“ von Caspar Kummer, „Seven Trombones Of The Apocalypse“ von S. M. Alarcón oder „Jealousy“ von Jacob Gade. Am Ende hatte es den Eindruck, alle Holz- und Blechbläser in irgendeiner Form miteinander musizierend auf der Bühne erlebt zu haben. So gelang den vier Protagonisten mit sogenannter Body-Percussion eine tolle Überraschung, wobei der Illertisser Manuel Gira den Takt vorgab. Der Flamenco des Amerikaners Murray Houllif bestand aus Klopfen, Klatschen, Fingerschnipsen oder Schlagen mit flacher Hand auf die Oberschenkel. Der eigene Körper dient als Resonanzraum.

Zuletzt trafen sich alle auf der Bühne, um als stattliches Blasorchester die Ouvertüre aus Franz von Suppés Operette „Leichte Kavallerie“ zu intonieren. Dabei wurden sie von ihrem Dirigenten Allan Bergius temperamentvoll geführt. Es war ein beschwingt-fröhliches Festival-Ende, die Musiker spielten die ungarischen Einflüsse glutvoll aus. Das Publikum ließ sich mitnehmen.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
Copy%20of%20clb%2022.jpg(2).tif
Klosterbeuren

Der Schatz von Sankt Ursus

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen