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Babenhausen

12.07.2019

Kein WLAN-Hotspot am Babenhauser Rathaus

Am Babenhauser Rathaus wird es keinen WLAN-Hotspot geben.
Bild: Elisa Glöckner (Symbol)

Welche Bedenken die Babenhauser Markträte beim Thema Digitalisierung haben.

Ist die Installation eines WLAN-Hotspots vor dem Babenhauser Rathaus eine absolute Notwendigkeit oder eine Verschwendung von Steuergeldern? Darüber diskutierten die Markträte während der jüngsten Sitzung im Fuggermarkt. Zwar hatte der Marktrat einen entsprechenden Hotspot bereits vor knapp eineinhalb Jahren abgelehnt – jedoch tauchte das Thema auf Wunsch von SPD-Rat Alex Maier-Graf erneut auf der Tagesordnung auf. Er begründete die Einrichtung eines derartigen Internet-Hotspots unter anderem damit, dass es Probleme mit den unterschiedlichen Internetanbietern im Gemeindegebiet gebe. Nach seinen Worten würden diese Angebote teils nicht richtig funktionieren. Maier-Graf erhielt Unterstützung von Rätin Karin Lepschy (Liste engagierter Bürger).

Laut Maier-Graf schreitet die Digitalisierung unaufhaltbar voran. Mit einer Hotspoteinrichtung würde sich die Kommune in die richtige Richtung bewegen – medientechnisch gesehen aber lediglich „von der Steinzeit ins Mittelalter“.

Konträr dagegen die Meinung von CSU-Rätin Elfriede Rothdach, wonach jedes Haus einen WLAN-Anschluss habe und die Hotspots vor allem von Kindern genutzt würden, die zuhause nicht unbegrenzt surfen dürfen. Diese würden sich dann möglicherweise auf dem Rathausvorplatz tummeln. Diese Ansicht unterstrich auch CSU-Rat Werner Sutter. Auch das war Thema in der Marktratssitzung: Eine Hecke für die Babenhauser Baumgräber

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Digitalisierung schreitet immer weiter voran

Als Gegensteuermaßnahme wies Lepschy darauf hin, dass ein Hotspot auch so eingerichtet werden könne, dass der Anwender nach einem gewissen Zeitraum, beispielsweise von einer Stunde, getrennt werden könne. Während Rat Armin Schröter (Freie Wähler) auf den Nutzen unter anderem für Gewerbetreibende hinwies, sprach Andreas Birk (CSU) die Vorteile für Touristen an. Ein entscheidendes Kriterium in der Diskussion waren auch die Kosten. Darunter fallen unter anderem die Stromkosten und die Internetanschlussgebühren. So liegen laut Bürgermeister Otto Göppel die monatlichen Kosten bei rund 70 Euro. Hinzu kämen noch die Kaufpreise für Hotspotgeräte von bis zu 2000 Euro – je nach Anbieter. Allerdings, so Göppel weiter, gewähre der Freistaat über „Bayern WLAN-Zentrum“ bei der Einrichtung von Hotspots einen Zuschuss (maximal 5000 Euro) für zwei Standorte, die die Gemeinden festlegen können. Nach Göppels Worten könne „angesichts der steigenden mobilen Internetnutzung ein Hotspot als wichtiges Element einer modernen Infrastruktur angesehen werden“. Die kostenfreie Nutzung stelle zudem einen zusätzlichen Service für die Bürger dar.

Mit knapper Mehrheit lehnte der Marktrat die Errichtung eines Außenhotspots im Bereich des Rathausvorplatzes jedoch ab.

Apropos Digitalisierung: Kuriose Suche nach neuem Bürgermeister in Babenhausen

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