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Kellmünz

14.11.2019

Kellmünzer freuen sich auf die neue Sporthalle

Höhepunkt der Bürgerversammlung: Helmut Schmid hat dieses Modell angefertigt, das zeigt wie die neue Sporthalle – Baubeginn 2020 – aussehen soll.
Bild: Armin Schmid

Bei der Bürgerversammlung spricht der Bürgermeister über die bald wohl steigende Einwohnerzahl, zu wenig Grundschulkinder und die diversen Baustellen des Ortes.

Nachdem die Einwohnerzahlen in Kellmünz seit Jahren bei rund 1400 Mitbürgern stagniert, soll nun beträchtliches Bevölkerungswachstum kommen. Zu Beginn der Kellmünzer Bürgerversammlung kündigte Bürgermeister Michael Obst an, dass Kellmünz stark wachsen werde. Seiner Prognose entsprechend könne man davon ausgehen, dass 2025 rund 1700 Einwohner in der Marktgemeinde leben werden. Aktuell zählt Kellmünz genau 1444 Mitbürger.

Nur noch 42 Kinder gehen in Kellmünz zur Schule

Keine guten Nachrichten gab es im Hinblick auf die Kellmünzer Grundschule. Laut Obst gibt es in diesem Jahr erstmals nur noch zwei kombinierte Klassen für die vier Jahrgangsstufen gibt. Nur noch 42 Kinder gehen in Kellmünz zur Schule. Der Bürgermeister dazu: „So schlecht war es noch nie.“ Künftig soll die Einrichtung aber wieder besser ausgelastet sein: Die Zahl der Kindergartenkinder im Ort steigt nämlich. Derzeit sind es 41 , ab Januar sind sogar 48 Kinder angemeldet. Auch bei den Geburten sei ein deutlicher Anstieg zu verzeichnen, berichtete der Bürgermeister. 17 Kinder seien im Laufe dieses Jahres bereits geboren.

Auf ein adäquates Niveau habe sich das Defizit für die Mittagsbetreuung der Schule senken lassen. Die gemeindliche Zuzahlung pro Kind ist von 1300 Euro im letzten Jahr auf nunmehr 554 Euro gesunken. Damit, so Obst, könne man leben. In einer Zwischenbilanz zur aktuellen Amtsperiode des Marktrats listete Obst positive Kennzahlen auf. Aufgrund der guten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der umgesetzten Investitionsprojekte hat sich auch die finanzielle Situation der Marktgemeinde verbessert. Der Bürgermeister mutmaßte, dass der Markt Kellmünz bis Ende des Jahres 2021 sogar schuldenfrei sein könnte. Derzeit liegt die Verschuldung bei rund 330.000 Euro. Die Pro-Kopf-Verschuldung liege bei 235 Euro und damit weit unter dem Landesdurchschnitt.

Kellmünzer freuen sich auf die neue Sporthalle

So steht es in Sachen Dorferneuerung

Nicht recht vom Fleck kommen hingegen die Gewerbesteuerreinnahmen, die nur rund sieben Prozent der Gesamteinnahmen des Verwaltungshaushaltes ausmachen. Letztlich seien 45.000 Quadratmeter Wohnbaufläche und rund 63.000 Quadratmeter Gewerbefläche erschlossen worden. Zudem sind in den vergangenen fünf Jahren mehr als zwei Kilometer Ortsstraßen saniert worden. Die Fertigstellung von Illerbrücke und Illertalstraße verzögert sich in Frühjahr 2020. Für die TSV-Mehrzweckhalle ist die Baugenehmigung eingegangen. Baubeginn soll in 2020 sein und rund ein Jahr betragen. Die Förderquote des Bayerischen Landessportverbands liegt nun bei rund 650.000 Euro. Über die Dorferneuerung kommen rund 450.000 Euro für den Mehrzweckraum und die Außenanlagen hinzu. Die Marktgemeinde steuert rund eine Million Euro bei.

Unser aktueller Bericht zur geplanten Sporthalle: Neue Halle: Weitere Entscheidungen sind getroffen

Zu den Höhepunkten des Abends gehörte die Präsentation eines Modells der neuen Kellmünzer Sporthalle, das Helmut Schmid erstellt hat. Mit Einbeziehung der Neugestaltung des Bahnhofplatzes sind die Förderzusagen des Amtes für ländliche Entwicklung für die Kellmünzer Dorferneuerung auf mehr als zwei Millionen Euro angewachsen. Die ursprüngliche Deckelung habe bei 1,1 Millionen Euro gelegen. Der Bürgermeister sagte dazu: „Ohne diese Fördermittel hätten wir vieles nicht bauen können.“

Im Hinblick auf den Ausbau der Windkraft auf Kellmünzer Flur tue sich derzeit nichts. Man beobachte die aktuellen Entwicklungen der Landespolitik zur Festlegung der Bedingungen zum weiteren Windkraftausbau.

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