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Kettershausen

22.01.2017

Kettershausen bekommt zweiten Tiefbrunnen

Ein Wasserhahn bei der Kirche in Kettershausen. Das Thema Wasserversorgung beschäftigt die Gemeinde seit Langem. Jetzt haben die Gemeinderäte eine Entscheidung getroffen – ein zweiter Tiefbrunnen soll her.
Bild: Zita Schmid

Seit Jahren beschäftigt das Thema Wasserversorgung die Gemeinde. Jetzt haben die Räte eine Entscheidung getroffen.

Gleich bei der ersten Sitzung in Kettershausen im neuen Jahr fassten die Räte einen Beschluss zu einer Angelegenheit, die die Gemeinde schon seit einigen Jahren beschäftigt: der Ausbau der Wasserversorgung um ein sogenanntes „Zweites Standbein“. Das Gremium beschloss, dass ein weiterer, zweiter Tiefbrunnen gebaut werden und zukünftig die Wasserversorgung in der Gemeinde – vor allem auch während der anstehenden Regeneration des bisherigen Brunnens – sicherstellen soll. Das Thema selber wurde nur noch kurz andiskutiert.

Seit Bekanntgabe der Machbarkeitsstudie im März 2015 seien die unterschiedlichen Möglichkeiten des Ausbaus im Gremium (nicht öffentliche Zusammenkünfte) ausführlich behandelt worden, erklärte hierzu Bürgermeisterin Susanne Schewetzky den zügigen Beschluss in der jüngsten Sitzung. 466500 Euro netto kostet der neue Tiefbrunnen, der unweit des jetzigen Brunnens errichtet werden soll. Mit einer möglichen Fördermenge von acht Liter pro Sekunde – das entspricht 690 Kubik am Tag – kann der neue Brunnen die Versorgung mit Trinkwasser auch an hohen Verbrauchstagen sichern. Der maximale Tagesbedarf wird mit 550 Kubik angesetzt.

Der bestehende Tiefbrunnen erbringt ebenfalls eine Förderleistung von acht Liter pro Sekunde. Jährlich dürfen ihm 160000 Kubik Wasser entnommen werden. Diese Fördermenge darf laut Wasserwirtschaftsamt auch bei einem zusätzlichen Brunnen insgesamt nicht erhöht werden. Bei einer Jahresfördermenge von gut 132900 Kubik etwa im Jahr 2013 und einer geschätzten Verbrauchszunahme von zehn Prozent in den nächsten 25 Jahren erachtet das Gremium dies als ausreichend. Der Beschluss für die Umsetzung eines zweiten Tiefbrunnens zur Sicherung und Ausbau der Wasserversorgung fiel mehrheitlich. Daniel Sonntag und Marianne Rugel stimmten nicht für diese Versorgungsvariante.

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Zum Hintergrund: Schon seit einigen Jahren beschäftigt das Thema „Zweites Standbein Wasserversorgung“ die Gemeinde. So hatte bei der Bürgerversammlung 2011 der damalige Gemeinderat und Wasserwart Artur Seidl die Problematik erläutert, dass für den jetzigen, 1991 gebauten Tiefbrunnen nicht nur die wasserrechtliche Genehmigung ausläuft, sondern auch eine Sanierung anfällt.

Während der Brunnensanierung, die im günstigsten Fall wenige Tage in Anspruch nimmt, kann aus dem Tiefbrunnen kein Wasser gefördert werden. Da der Tiefbrunnen das einzige Wasserversorgungssystem der Gemeinde darstellt, würde Kettershausen in dieser Zeit „auf dem Trockenen sitzen“, so Seidl damals. Schon Ende 2011 waren die Quellen in Bebenhausen, ein zweiter Tiefbrunnen und eine Verbundleitung mit Babenhausen als Möglichkeiten für ein „zweites Standbein“ in der Diskussion.

Die Gemeinde beantragte die Verlängerung der wasserrechtlichen Genehmigung, um Zeit für eine fundierte Entscheidung zu haben. Im Oktober 2014 wurde die Erstellung eines Gutachtens über die Möglichkeiten der gemeindlichen Wasserversorgung in Auftrag gegeben. Das Ergebnis wurde im März 2015 im Gemeinderat öffentlich vorgestellt. Die bekannten drei Alternativen standen dabei nach wie vor im Fokus. Gute Qualität und Mischbarkeit mit dem Wasser des bestehenden Tiefbrunnens sowie die Vollversorgung der Gemeinde mit Trinkwasser (vor allem auch während der Sanierung des Brunnens) wurden dabei ebenso wie die Unabhängigkeit der Gemeinde in puncto Wasserversorgung in dem Entscheidungsprozess berücksichtigt.

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Die Diskussion ist geschlossen.

22.01.2017

Eine vernünftige Entscheidung. Hoffentlich klappt dann auch die Bohrung.

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