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Kettershausen

29.09.2019

Kettershauser Grünlandprojekt wird verlängert

Neue Extensivweide wurde in Kettershausen geschaffen.
Bild: Zita Schmid (Archivbild)

Die Gemeinderäte stimmen einer Verlängerung der Förderung zu. Diese gilt allerdings nur für bestimmte Flächen.

Das Grünlandprojekt in Kettershausen wird vonseiten der Gemeinde noch einmal verlängert – allerdings gilt dies nur für bestimmte Flächen. Das hat der Gemeinderat entschieden. Im kommenden Haushaltsjahr sollen dafür 5000 Euro eingeplant werden.

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Das Grünlandprojekt – eine Kooperation der Stiftung Kulturlandschaft Günztal und der Gemeinde Kettershausen – war für die Zeit von 2017 bis 2019 angesetzt und läuft somit dieses Jahr aus. Wie berichtet, hatte es zum Ziel, die Landschaft vielfältiger und das Grünland artenreicher zu machen. Die Teilnahme und der Verzicht auf intensive Landwirtschaft wurden honoriert.

14 landwirtschaftliche Betriebe nahmen teil

Bürgermeisterin Susanne Schewetzky teilte auf Nachfrage mit, dass an den Projekt 14 landwirtschaftliche Betriebe teilnahmen. Knapp drei Kilometer Randstreifen an Gewässern wurden angelegt. Außerdem wurden gut 16 Hektar Heuwiesen mit einer Mahd ab Ende Mai/Mitte Juni – davon vier Hektar durch Neu-Einsaat auf Ackerfläche – sowie zwei Hektar neue Extensivweide geschaffen. In den drei Jahren wurden rund 40000 Euro ausgeschüttet. Im ersten Jahr übernahmen die Gemeinde und die Stiftung je 5000 Euro. In den Jahren 2018 und 2019 erhöhte die Kommune die Summe auf 8000 Euro, der Anteil der Stiftung blieb gleich. Weiteres Geld kam von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt, die das Naturschutzprogramm unterstützte.

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Die Bürgermeisterin berichtete, dass der Projektmanager der Stiftung, Sebastian Hopfenmüller, nun nachgefragt habe, ob die Gemeinde bereit dazu wäre, die Prämie für bestimmte Flächen auch noch im Jahr 2020 auszuschütten. Dabei handele es sich um sechs Flächen mit einer Gesamtgröße von knapp sieben Hektar, darunter auch solche, die mit einem speziellen Saatgut angesät worden seien. Die Gesamtfördersumme läge bei knapp 5000 Euro. Wie Schewetzky ergänzte, handele es sich um Flächen, die verspätet im zweiten oder dritten Jahr dazugekommen seien. Generell gehe es nun darum, ob die Gemeinde weitere Anreize schaffen wolle, sodass das Projekt weitergeht.

Vonseiten der Stiftung Kulturlandschaft Günztal ist aktuell kein Konzept mehr vorgesehen. Das bestätigte Schewetzky auf Nachfrage von Gemeinderat Daniel Sonntag. Zweiter Bürgermeister Markus Koneberg sagte, das Grünlandprojekt habe ein „stückweit Modellcharakter“. Gegebenenfalls müsse man sich selbst um Fördergelder kümmern. Mit einer Gegenstimme beschloss der Rat schließlich, das Grünlandprojekt für die ausgewählten Flächen einmalig zu verlängern und dafür 5000 Euro im kommenden Haushaltsjahr einzustellen.

Veranstaltung am 9. Oktober ist geplant

„Wie das Grünlandprojekt weiterlaufen kann, dazu wird es noch weitere Gespräche geben“, sagte die Bürgermeisterin auf Nachfrage. Im Idealfall würden die Flächen in das Vertragsnaturschutz-Programm mit der gleichen Ausrichtung wie im Rahmen des Grünlandprojekts aufgenommen. Am Mittwoch, 9. Oktober, soll dazu ein Treffen im Schützenheim stattfinden, zu dem die beteiligten Landwirte eingeladen sind. Veranstalter sind Sebastian Hopfenmüller und Maximilian Simmnacher von der Naturschutzbehörde am Unterallgäuer Landratsamt.

Lesen Sie dazu auch unseren Bericht:
Grünlandprojekt: Weil Wiese nicht gleich Wiese ist

Wie das Öko-Projekt in Kettershausen voranschreitet

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