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Kettershausen

24.12.2019

Kettershauser Orgel ertönt in neuem Klang

Der Babenhauser Organist Wilhelm Schneider (links) lässt sich von dem Orgelsachverständigem Pater Stefan Kling die Möglichkeiten der frisch renovierten Orgel in der Kettershauser Pfarrkirche St. Michael erklären.
Bild: Claudia Bader

Nach viermonatiger Renovierung erfüllt das Instrument bei einem Konzert den Kirchenraum von St. Michael.

Die Besucher in der Pfarrkirche St. Michael in Kettershausen staunten: Zuerst leise, dann immer deutlicher ertönte die Melodie „Stille Nacht“. Im „Weihnachtstriptychon“, das der Italiener Luigi Mengoni im Jahr 2018 für einen Wettbewerb zum 200-jährigen Bestehen des berühmtesten Weihnachtslieds komponierte, wechselten sich sachte und mächtige Töne mit stakkato-ähnlichen Rhythmen ab. Auch in Werken anderer Komponisten war hörbar, welcher Klangreichtum auf dem renovierten Instrument möglich ist.

Beim Konzert zur Einweihung brachten der Glocken- und Orgelsachverständige der Diözese Augsburg, Pater Stefan Kling, und der heimische Organist Ferdinand Schregle die renovierte Orgel zum Klingen. Pfarrer Thomas Brom freute sich, dass das Instrument in der Pfarrkirche in Kettershausen nach viermonatigem Schweigen wieder den „Ton für das Lob Gottes“ angeben kann. Damit die unter Denkmalschutz stehende Koulen-Orgel ihren Dienst erfüllen kann, musste die Kirchenverwaltung nach Angaben von Brom einen großen Teil der Renovierungskosten tragen. Der Pfarrer bedankte sich bei allen, die zum Gelingen der Restaurierung beigetragen haben. Eingestimmt von einem Choralvorspiel sangen die Besucher gemeinsam „Macht hoch die Tür“.

Im Wechsel entlockten die beiden Organisten dem 27 Register umfassenden Instrument, das als bedeutendes Zeugnis für den Orgelbau in der Spätromantik gilt, eine Vielfalt an Tönen. Die Zuhörer lauschten dem Preludio aus den „Zwölf Meditationen „ von Josef Rheinberger. Auch in der Orgelfantasie von Franz Liszt zeigte sich Ferdinand Schregle als erfahrener Organist.

Kettershauser Orgel ertönt in neuem Klang

Mit dem Choralvorspiel „Nun komm, der Heiden Heiland“ von Johann Sebastian Bach intonierte Pater Stefan Kling ein Adventslied Martin Luthers. Mit einer Registervielfalt ließ er die Choralimprovisation „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ von Johann Sebastian Bach von der Empore tönen. Die „Pastorale F-Dur“ von Franz Reger bildete einen effektvollen Kontrast. Im Gedenken an den im Jahr 1754 in Kettershausen geborenen Ordensmann und Komponisten Sixtus Joseph Bachmann lauschten die Kirchenbesucher dessen Stück „Andante un poco lento“ und würdigten das Konzert mit kräftigem Applaus.

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