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Obenhausen

26.01.2019

Kindergarten in Obenhausen: Komplettsanierung oder Abriss?

Am Gebäude des Kindergartens in Obenhausen gibt es Mängel: Über eine Sanierug wird seit längerer Zeit diskutiert.
Bild: Alexander Kaya

Der Bucher Marktrat diskutiert erneut über die Zukunft der teilweise maroden Einrichtung. Jetzt soll untersucht werden, was für den Brandschutz getan werden müsste

Das Obenhauser Kindergartengebäude wird auf seine Feuersicherheit untersucht. Das hat der Marktrat nun beschlossen. Auf Grundlage des Gutachtens soll die Verwaltung dann eine Kostenberechnung für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen einholen. Weil noch nicht bekannt ist, um welche Summe es geht, entschied das Gremium gegen die Stimmen der UWG-Markträte Wolfram Dauner und Franz Eberl, im Haushaltsplan 2019 noch keine Gelder für die Maßnahme bereitzustellen.

Anlass für die erneut umfassende Beratung über den Kindergarten Regenbogen in Obenhausen war ein Antrag der UWG-Fraktion: Darin fordern die drei Räte eine zeitnahe Kostenerhebung für die Beseitigung der Mängel, die im Jahr 2017 zur Schließung der zweiten Gruppe im Obergeschoss geführt hatten. Das Ziel sei es, diese zum Kindergartenjahr 2019/20 wieder öffnen zu können: Deshalb wollten Wolfram Dauner, Franz Eberl und Gernot Mair die Erstellung der aus brandschutztechnischer Sicht erforderlichen Fluchttreppe erreichen. Die dafür anfallenden Gelder solle der Markt im Haushaltsplan 2019 bereitstellen. Bei ihrer Forderung berufen sich die drei UWG-Gemeinderäte auf den Eingemeindungsvertrag aus den 1970er Jahren. In diesem werde zugesichert, dass jedem Kind aus Obenhausen ein Platz in der örtlichen Einrichtung zur Verfügung gestellt werde.

Bürgermeister Roland Biesenberger sieht das anders: Dieser Vertrag regele lediglich, dass der Kindergarten erhalten bleibt, sagte er. Daher sei die Vereinbarung auch mit derzeit einer Gruppe erfüllt. Vor der Schließung seien die Plätze im Kindergarten Obenhausen nur zur Hälfte mit Mädchen und Buben aus anderen Ortsteilen belegt. Laut Gesetzgebung dürften Eltern selbst entscheiden, in welcher Einrichtung sie ihren Nachwuchs unterbringen, sagte der Bürgermeister. Er und weitere Markträte bezweifeln außerdem, dass eine nach unten führende Fluchttreppe die notwendigen Voraussetzungen für die Wiederöffnung der zweiten Gruppe erfüllt. Auch im Gannertshofer Kindergartengebäude sei diese Maßnahme allein nicht ausreichend gewesen.

Laut einem vorliegenden Gutachten sei die Nutzung des aus dem 19. Jahrhundert stammenden Gebäudes nur befristet erlaubt, sagte Biesenberger weiter: „Dieses Bauwerk wäre früher oder später in den Fokus gerückt.“ Diese brandschutztechnische Stellungnahme vom April 2017 zeige zwar Probleme auf, konkretisiere diese jedoch nicht. Deshalb ließe sich daraus auch nicht der Umfang der erforderlichen Sanierungen für eine Nutzung des Obergeschosses ableiten.

„Bevor wir weiter diskutieren und sanieren, brauchen wir konkrete Zahlen“, sagte Rat Andreas Vogel. „Das läuft auf eine Komplettsanierung hinaus“, glaubte Ratskollege Max Braunmiller. Nach Ansicht von Horst Jehle ist das gesamte Gebäude in einem solch desolaten Zustand, dass nur noch ein Abriss in Frage kommt. Alles andere sei eine „komplette Fehlentscheidung“. Rat Hermann Karg schlug dagegen vor, erst einmal abzuwarten, wie sich nach Eröffnung des neuen Kindergartens in Buch der Bedarf an Plätzen entwickelt.

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