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Vöhringen

07.10.2019

Kindertheater in Vöhringen: Bühnenwusel zeigen neues Stück

Pu Ding ist Kaiser von China – und arg g’schleckig. Auf unserem Bild zu sehen sind: (von links) Sabrina Fritzenschaft, Samanta Groner, Amelie Holzbrecher und Lilli Hieber.
Bild: Ursula Katharina Balken

Die Illerzeller Bühnenwusel spielen die Geschichte vom g’schleckigen Kaiser Pu Ding. Darin wird ein Marmeladenbrot zum Retter in der Not.

Dieser chinesische Kinder-Kaiser ist aber wirklich ein echter Fiesling: Die Ohren will er seinem Leib-und Magenkoch Pi Nu abschneiden, wenn er nicht bald eine besondere Spezialität auf die kaiserliche Tafel bringt. „Kaiser Pu-Ding – Ins Land der Marmeladenbrote“ heißt das Stück von Thomas Heinemann, das vom Illerzeller Kindertheater Bühnenwusel im ausverkauften Josef-Cardijn-Haus kleinen und großen Besuchern als fröhliche und leichte Kost serviert wird. Spielleiterin Ute Hieber hatte das Stück ausgegraben und mit viel Liebe zum Detail in Szene gesetzt.

Pu Ding sitzt wohlgefällig und wohl geformt auf seinem Thron. Er tyrannisiert seinen Hofstaat. Er hat Hunger. Aber das müsste nicht sein, wenn er die ihm angebotenen Speisen nicht brüsk und unhöflich ablehnen würde. Was Neues muss auf dem Tisch. Aber woher nehmen und nicht stehlen, denkt sich der Koch. Da kommt ihm der Zufall zur Hilfe: Leonie kommt aus Illerzell und landet plötzlich in China, hat sie doch das Aussteigen in Kempten verschlafen.

Illerzeller Bühnenwusel spielen im ausverkauften Josef-Cardijn-Haus

Ihre Wegzehrung besteht aus deftigem Schwarzbrot mit Marmelade bestrichen. Auf Umwegen gelangt das Marmeladenbrot auf den Teller des Kaisers. Diese Mahlzeit ist etwas Neues für ihn. Das Brot sieht zwar ziemlich „verdätscht“ aus, wie Majestät auf gut Schwäbisch feststellt, aber es schmeckt ihm. Jetzt beginnt die Suche nach Leonie, die von den rüden Methoden des Herrschers gehört hat und untergetaucht ist. Aber alles wendet sich zum Guten und Leonie verspricht, sobald sie zurück im Schwabenland ist, den Koch mit jeder Menge guter Rezepte zu versorgen.

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Das Stück ist bewusst relativ kurz gehalten, das garantiert die Aufmerksamkeit der kleinen Zuschauer. Die Mitspieler sind in opulente Kostüme gewandet und spielen mit einer Frische, die ansteckend wirkt. Man spürt geradezu die Begeisterung wie sie bei der Sache sind.

Ein hübscher Einfall von Hieber ist der Gang des Kaisers samt Hofstaat in einer Sänfte durch den Saal, wobei sich der Kaiser lautstark darüber beschwert, dass die Zuschauer ihm nicht gebührend zujubeln. Und plötzlich schwingen die kleinen und großen Leute bunte Papierfähnchen, was Pu Dings Eitelkeit dann doch sehr schmeichelt. Der Beifall gilt zum Schluss nicht nur Spielleiterin Hieber, sondern auch Samanta Groner, Lilli Hieber, Leonie Horst, Cécile Wedemeyer, Amelie Holzbrecher, Jan Thalhofer, Amélie Wedemeyer, Alina Ademaj, Mona Schädle und Sabrina Fritzenschaft.

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