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27.06.2009

King Kahn besucht das Kolleg

Illertissen Der Titan löst einen Orkan aus: Mit tosendem Beifall haben die jugendlichen Zuhörer Oliver Kahn in der Aula des Kollegs empfangen. Dort sprach der ehemalige Nationaltorhüter über ein Motivationsprogramm mit dem Titel "ich schaff' s" (siehe Info). Locker und zugleich authentisch machte Kahn seinen Besuch zu einer mitreißenden Veranstaltung.

Endlich ist Olli da. Die Aula rast. Mit seinen 1,88 Metern ragt er aus den Reihen der jubelnden Schülern heraus wie ein Fels aus brodelnder See. Schnell schreitet Oliver Kahn durch den Saal, er trägt Jeans und einen blauen Pulli. Der Kopf gesenkt, auf den Lippen ein kleines Lächeln. Dann ist Kahn auf der Bühne - und mitten im Thema. Es geht um Motivation und darum, wie man seine Ziele erreicht.

Das aus Finnland stammende Programm "ich schaff' s" klingt ein wenig nach einem Rezept und liest sich in etwa so: Man stecke sich ein berufliches Ziel - quasi eine Vision - und überlege sich einen Weg, der dorthin führt. Dann Schritt für Schritt darauf zu gehen, jeden Tag ein bisschen weiter, am besten mit der Hilfe von Vorbildern, Freunden und Familie. Ebenso wichtig: Nicht von Rückschlägen ins Bockshorn jagen lassen. Ziel von "ich schaff' s": Lehrer sollen darin fit gemacht werden, ihre Schüler auf diese Weise zu unterstützen.

Oliver Kahn findet das Projekt gut, es passe zu ihm, sagt er. Und wie er so über sein Leben plaudert und den Traum eines kleinen Buben, einmal in der Bundesliga zu spielen, da scheint der eiserne Titan weit weg. Einfach nur Olli.

King Kahn besucht das Kolleg

Schwitzen für die Bundesliga

Weil er damals recht schmächtig war, erzählt Kahn, musste er jeden Tag im Fitnessstudio schwitzen. Seine kleinen Schritte führten über die Jugendmannschaft in Karlsruhe und die Amateure zu den Profis. Er wechselte vom KSC zu Bayern München, holte Meistertitel, wurde drei Mal Welttorhüter. Doch es gab auch Niederlagen, etwa 2006, als Jens Lehmann den Vorzug als Nationalkeeper bekam. Kahn: "Ich war kaputt, dachte, es ist aus und vorbei." Pause. Dann donnert er ins Mikro: "Aber es ist nie aus und vorbei." In diesem Moment kehrt der Titan zurück.

Seine Zuhörer schauen zu ihm auf und klatschen. Wäre doch toll, das zu erreichen, was man sich wünscht. Und auf der Bühne steht einer, der es längst geschafft hat. Das macht doch Mut.

Bei uns im Internet

Ein Video und viele Bilder vom Besuch des Titanen in Illertissen gibt es unter

illertisser-zeitung.de

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