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Illertissen

17.12.2017

Kirchen sind auf Kandidatensuche

Am 25. Februar wählen Katholiken der Diözese ihre Gremien neu. In den Pfarreien läuft das unterschiedlich ab.
Bild: Bernhard Weizenegger

Am 25. Februar wählen Katholiken der Diözese ihre Gremien neu. In den Pfarreien läuft das unterschiedlich ab.

Nächstes Jahr am Sonntag, 25. Februar, finden in den Pfarreien der Diözese Augsburg die Wahlen des Pfarrgemeinderates statt. Doch die Verantwortlichen stecken bereits jetzt mitten in den Vorbereitungen: So endet diesen Sonntag, 17. Dezember, das Sammeln der Kandidatenvorschläge für das neue Kirchenparlament. Damit ist die Liste allerdings noch nicht endgültig. Wer seinen Vorschlag nicht rechtzeitig abgeben kann, hat die Chance zum Nachreichen. Es kann sich auch jeder selbst vorschlagen.

Wie es mit den eingereichten Namen weitergeht, erklärt Pfarrer Johann Wölfle aus Buch am Beispiel seiner Pfarreiengemeinschaft (PG): „Die genannten Kandidaten müssen gefragt werden, ob sie bereit sind, sich aufstellen zu lassen beziehungsweise ihr Amt anzutreten.“ Gebe es zu wenig Kandidaten, würden weitere gesucht. Mitte bis Ende Januar werde in der PG Buch die Liste der Kandidaten komplett sein und bekannt gegeben. Wölfle sieht seine Pfarreiengemeinschaft gut aufgestellt: 75 bis 80 Prozent der Räte würden weiter machen. „Wenn einige aufhören, dann aus Altersgründen, oder weil es Jüngere beruflich woanders hinzieht.“ Die Zahl der Räte orientiere sich an der Einwohnerzahl, so umfasse das Gremium in Buch neun Mitglieder, in den kleineren Orten seien es je sechs. Die Gremien könnten ihre Größe selbst festlegen, vier seien auch in Ordnung, so Wölfle. Eine Briefwahl gebe es in Buch nicht. Wölfle: „Bislang hatten wir mit dem persönlichen Urnengang gute Erfolge, anderenfalls wäre das bestimmt ein Thema.“

In der Pfarreiengemeinschaft Altenstadt hingegen bieten vier Pfarreien von insgesamt fünf eine allgemeine Briefwahl an. Gemeindereferent Thomas Kränzle sagt: „Das bedeutet, dass jeder wahlberechtigte Katholik acht bis zehn Tage vor dem Wahltag automatisch die Briefwahlunterlagen zu sich nach Hause bekommt.“ Da sich in der PG eine hohe Anzahl der Räte wieder zur Wahl stelle, wurde in fast allen Gremien die Kandidatenanzahl erhöht, so Kränzle.

Der Illertisser Pfarrer Andreas Specker wiederum hat Bedenken, Wahlunterlagen ungefragt ins Haus zu schicken. Es würden vielleicht mehr Menschen wählen, jedoch ohne den tieferen Bezug zu haben. „Briefwahl ist okay für diejenigen, die am Wahltag nicht anwesend sein können, obwohl sie sich der Pfarrei verbunden fühlen.“ Grundsätzlich sehe er in der Arbeit des Pfarrgemeinderats das Zentrum der Pfarrei, in der alle Aktivitäten koordiniert werden. „Er ist der Knotenpunkt im Netzwerk, wie das so schön heißt“, so Specker. Sicherlich könnten einzelne in ihren Gruppen Gutes tun, nur müssten sich dann andere Plattformen der Vernetzung finden – „unter Beteiligung aller und nicht durch Wegbleiben“. Christine Stürzel ist stellvertretende Pfarrgemeinderatsvorsitzende von St. Martin in Illertissen und hat einen Tipp: „Um dem vom alten Gremium gebildeten Wahlausschuss die Arbeit zu erleichtern, frage ich jene, die ich vorschlagen will, vorab, ob sie sich zur Verfügung stellen würden.“ Den Gedanken, dass sich Interessierte selbst vorschlagen, findet sie nicht verkehrt, „denn die wollen sich wirklich einbringen“. Den Pfarrgemeinderat sieht Stürzel als Bindeglied zwischen der Pfarrgemeinde und den Hauptamtlichen, „damit die eine Seite das Tun der anderen besser versteht“. Praktische Hilfe leisteten sie etwa beim Überbringen von Taufgeschenken oder während einer Erstkommunion. „Ansonsten ist der Zeitaufwand bei etwa fünf Sitzungen im Jahr vergleichsweise gering“, findet sie. Und sie könne durch ihre Arbeit „der Pfarrgemeinde ein Gesicht geben“.

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