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Kirchhaslach-Stolzenhofen
08.06.2021

Mehr Artenvielfalt im Haselbachtal: Landratsamt plant Projekt

Im Haselbachtal bei Kirchhaslach ist ein Kleinod für Fauna und Flora entstanden.
Foto: Fabienne Finkenzeller/Landratsamt Unterallgäu

Ein Projekt soll den wertvollen Lebensraum im Haselbachtal zwischen Stolzenhofen und Frickenhausen erhalten. Aktuell sind Biologen dort unterwegs.

Wälder, Schilf, Nasswiesen und Stillgewässer: Das Haselbachtal zwischen Stolzenhofen und Frickenhausen zeichnet sich durch eine weitgehend intakte und naturnahe Landschaft aus. „Hier ist ein wertvolles Kleinod für Fauna und Flora entstanden, in einer sonst stark landwirtschaftlich geprägten Landschaft“, sagt Fabienne Finkenzeller, die Biodiversitätsberaterin am Landratsamt Unterallgäu. Doch durch fehlende oder auch zu intensive Nutzung vieler Flächen sei die Existenz dieses wertvollen Lebensraumes gefährdet. Um die naturschutzfachliche Besonderheit nicht zu verlieren, möchte die Untere Naturschutzbehörde am Landratsamt ein Projekt zum Schutz und zum Erhalt des Tals bei Kirchhaslach umsetzen.

„Eine angepasste Pflege und Nutzung der Flächen soll dabei im Mittelpunkt der Arbeit stehen, ebenso wie Maßnahmen zum Erhalt bedrohter Arten“, so Finkenzeller. Das Projekt setzt die Untere Naturschutzbehörde zusammen mit der Regierung von Schwaben um. Beteiligt sind auch der Landschaftspflegeverband sowie die Stiftung Kulturlandschaft. Zudem beraten der Landesbund für Vogelschutz und der Bund Naturschutz.

Seit Mitte Mai 2021 sind laut Finkenzeller im Projektgebiet vermehrt Biologen und Naturschutzfachkräfte unterwegs. Sie begutachten die Flächen und erfassen vorkommende Tier- und Pflanzenarten. Ende 2022 sollen die Untersuchungen dann abgeschlossen werden. Dann planen die Projektträger eine Veranstaltung für Eigentümer und Landwirte, um die Ergebnisse vorzustellen, geeignete Naturschutzmaßnahmen vorzuschlagen und Fragen zu beantworten.

Im Zuge des Projektes wird Finkenzeller zufolge auch das Vertragsnaturschutzprogramm (VNP) ausgeweitet, um Landwirten einen finanziellen Ausgleich für naturschutzfachliche Einschränkungen zu ermöglichen. Interessierte können sich mit der Unteren Naturschutzbehörde unter Telefon 08261/995-671 in Verbindung setzen, um sich zu informieren. (AZ)

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