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Illertissen

30.05.2020

Kita in Au hat bald Kinder bis unters Dach

In Illertissen sind die Kinderkrippen gut ausgelastet. Viele Plätze sind bereits besetzt. Jetzt muss noch mehr Platz geschaffen werden.
Bild: Symbolbild: Alexander Kaya

Plus Die Kindergärten in Illertissen platzen aus allen Nähten. Vor allem in Au muss mehr Platz in der Kita her. Doch die Kosten sind erschreckend hoch.

Es wird eng in den Kindergärten der Stadt Illertissen: Die neu gebaute Kindertagesstätte in der Mozartstraße ist bereits mit zwölf Krippen- und 50 Kindergartenplätzen komplett ausgebucht, auch die 25 Plätze in der Kita Regenbogenland, die ab September zusätzlich zur Verfügung stehen, sind alle schon vergeben. Und auch im Stadtteil Au wird es eng: Die Liselotte-Forster-Kita droht aus allen Nähten zu platzen, wenn alle Aumer Kinder dort untergebracht werden sollen, die einen Platz brauchen. Die Stadt reagiert und will jetzt das Dachgeschoss der Kita ausbauen. Doch die Kosten dafür sind erschreckend hoch.

17 Neuanmeldungen für den Kindergarten in Au gibt es bereits, wie Julia Pöllmann aus der Hauptverwaltung des Rathauses in der Stadtratssitzung sagte. Dazu kommen zwölf Kinder, die im Laufe des Jahres von der Krippe in den Kindergarten wechseln: 29 Plätze sind es also, die gebraucht werden. Dem gegenüber stehen derzeit nur 16 verfügbare Plätze. 13 Kinder, die alle im Stadtteil Au wohnen, hätten also im September keinen Platz bekommen. Und auch die Krippe in Au hat bereits 21 Anmeldungen für das nächste Betreuungsjahr.

Aus dem Bewegungsraum wird ein Gruppenraum

Schnelle Abhilfe kann die Kita schaffen, indem sie den Bewegungsraum zum Gruppenraum umfunktioniert. Mit kleineren Schallschutzmaßnahmen könnte dieser Raum vorerst genutzt werden. Gleichzeitig solle der Ausbau des Dachgeschosses als Gruppenraum starten, der bisher noch im Rohzustand ist. Architekt Reinhard Koch kommt in seiner Kostenschätzung auf Kosten von 330000 Euro – Sanitärräume inbegriffen.

Ein kleiner Schock für die Stadträte – hatte der Anbau, in dem sogar zwei Gruppen untergebracht sind, vor fünf Jahren weniger als das Doppelte gekostet. (Mehr dazu lesen Sie hier:Kinderkrippe wird jetzt auch offiziell eingeweiht) Dass die Aumer Kinder den Platz brauchen, stand für die Ratsmitglieder nicht zur Diskussion. Wohl aber die Kosten. Deshalb folgte das Gremium einhellig dem Vorschlag von Peter Grashei (CSU): Er regte an, den Bewegungsraum als festen Gruppenraum zu nutzen und stattdessen im Dachgeschoss einen neuen Bewegungsraum zu bauen. Damit würden unter anderem die Kosten für die Sanitärräume wegfallen, weil die Gruppe die vorhandenen Einrichtungen nutzen könnte. Das soll jetzt überprüft werden. Der Bauausschuss wird sich mit der endgültigen Entscheidung befassen.

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