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23.10.2009

Knast und Ex-Finanzamt noch zu haben

Neu-Ulm (kr) - Der Freistaat Bayern tut sich offenbar schwer, den früheren Neu-Ulmer Knast an der Luitpoldstraße und das ehemalige Finanzamt an der Augsburger Straße zu versilbern. Auch zwei Jahre nach einer ersten Ausschreibung ist es der landeseigenen Immobilien Freistaat Bayern nicht gelungen, die seit Langem leer stehenden Gebäude zu veräußern.

Das bestätigte gestern der Geschäftsführer der Immobilien Bayern, Helmut Gropper, auf Nachfrage. Nach seinen Angaben wird "demnächst, auf jeden Fall noch in diesem Jahr" eine erneute Ausschreibung erfolgen, nachdem sowohl Gefängnis als auch Ex-Finanzamt vor einigen Monaten sogar von der Internetseite der Immobilien-Firma genommen worden sind.

Über die Preisvorstellungen machte Gropper insofern Angaben, als dass durch die neuerliche Ausschreibung der Marktwert der Gebäude ausgelotet werden soll. Der Geschäftsführer bestätigte, dass es in der Vergangenheit mehrere Interessenten und auch Angebote gegeben habe.

Verschiedene Preisvorstellungen

Knast und Ex-Finanzamt noch zu haben

Dass allerdings kein Zuschlag erteilt worden ist, hänge mit unterschiedlichen Preisvorstellungen zusammen. Wie berichtet, schwebten Pläne im Raum, die frühere Justizvollzugsanstalt in eine Art "Hotel Knast" umzubauen.

Angedacht war auch, die Zellen in Wohnräume eines Studentenheims umzuwandeln. Umgesetzt wurde bislang keiner der Pläne - obwohl gerade der frühere Knast in einer von Experten als "exzellent" bezeichnten Wohngegend liegt.

Die Kaufzurückhaltung beim Gefängnis liegt nach Ansicht von Immobilien-Fachleuten nicht ausschließlich am zu hohen Preis, den die Immobilien Freistaat Bayern hat. Ein Investor, der den Knast abreißen lassen will, um Platz für einen Neubau zu schaffen, müsse tief in die Tasche greifen. Naturgemäß besitze ein Gefängnis dicke Mauern, die erst mühsam und mutmaßlich für viel Geld abgetragen werden müssen.

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