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Weißenhorn

13.01.2020

Konzert: Mit Funkenflug ins neue Jahr

Viele bekannte Klassiker waren beim Neujahrskonzert des Heimat- und Museumsverein Weißenhorn im Ratssaal des Fuggerschlosses zu hören.
Bild: Ralph Manhalter

Der Heimat- und Museumsverein Weißenhorn zündet bei seinem dritten Neujahrskonzert ein musikalisches Feuerwerk. Es erklingen viele bekannte Klassiker.

Bei aller Diskussion über Sinn und Zweck von Pyrotechnik: ein musikalisches Feuerwerk sollte es schon sein, ein ästhetisches Erlebnis für die Ohren sozusagen. Zum dritten Mal hat der Heimat- und Museumsverein Weißenhorn am Samstagabend im Ratssaal des Fuggerschlosses ein Neujahrskonzert ausgerichtet. Die Veranstaltung hat sich zwischenzeitlich bestens bewährt, was die ausverkauften Karten und die restlos belegten Plätze eindrucksvoll demonstrierten.

Vier begabte Instrumentalistinnen (Rebekka Mack, Violine; Megan Wood, Klarinette; Naomi Sagawa, Cello; Diana Kempfle, Querflöte) und vier ausdrucksstarke Sängerinnen und Sänger (Krimi Dornach, Sopran; Mary Sukale, Alt; Rudolf Schock, Bass; Stefan Schneider, Tenor) trugen zur hervorragenden Akustik des Renaissancesaals bei. Sie sind allesamt Mitglieder der vereinseigenen Abteilung Kukulimu, was ein Akronym der Betätigungsfelder in Kunst, Kultur, Literatur und Musik darstellt.

Diese Art von Feuerwerk muss dringend erhalten werden

Begleitet wurden die Künstlerinnen und Künstler vom Ehepaar Ute und Akira Sagawa am Klavier. Vor allem Operettenmelodien, die in eine Märchen- und Traumwelt entführten, standen beim Konzert hoch im Kurs. Manche davon sind längst zum Allgemeingut der Musikschaffenden geworden: Hier Stefan Schneider als Wandergesell im „Vetter aus Dingsda“, dort der wohltuend dunkle Bass von Rudolf Schock bei Anatevkas „Wenn ich einmal reich wär“.

Konzert: Mit Funkenflug ins neue Jahr

Überhaupt schloss sich die Darbietung thematisch dem vergangenen Jahr insofern an, als das die Musiker den Zuhörer wieder auf eine Reise um die Welt mitnahmen. Ein frenetisch beklatschter, weil überaus temperamentvoll präsentierter ungarischer Csárdás wechselte ab mit ruhigen Melodien. Der Abendsegen verführte bei aller Harmonie beinahe dazu, in den wohligen Dämmerschlaf hinüberzugleiten. Natürlich durfte die Feuerwerksmusik von Händel – das Thema untermalend – nicht fehlen. Emile Waldteufel sei die französische Antwort auf Johann Strauß, wusste dann auch die junge Naomi Sagawa zu berichten, die pointiert durch den Abend führte. Und tatsächlich fühlte sich der Besucher bei den Klängen des Elsässer Komponisten stark an die Werke der Wiener Walzermeister erinnert.

Nach gut zweieinhalb Stunden und vielen bekannten Klassikern waren sich die Besucher einig: Wie auch immer die Dispute über Silvester enden mögen, diese Art von Feuerwerk muss dringend erhalten werden.

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