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Waldbilanz

17.11.2011

Künftig wird weniger Holz gemacht

Massenhaft eingeschlagene Baumstämme: So viel Holz wird im Osterberger Wald künftig nicht mehr gemacht. Dagegen sind Aufforstungen geplant.
Bild: Foto: arc

Förster will Sturm- und Käferschäden ausgleichen. Bis zu 10000 Neukulturen

Osterberg Der reguläre Holzeinschlag soll reduziert werden, teilte Förster Ekkehard Steger dem Gemeinderat Osterberg mit, da seit 1998 große Waldflächen den Sturm- und Käferschäden zum Opfer gefallen sind. Bei künftigen Pflanzungen würden weiterhin klimatolerante Mischbaumarten bevorzugt.

Schwerpunkt soll auf Durchforstung liegen

Etwa 142500 Festmeter Holz zu viel, im Jahresschnitt also 1100 Festmeter, waren seit 1998 angefallen. Daher soll der Schwerpunkt beim Einschlag auf der Durchforstung liegen und nicht in der Verjüngungsnutzung. Über die Naturverjüngung seien bereits junge Bäume nachgewachsen. Daher sieht der Forstwirtschaftsplan für 2012 einen Verjüngungseinschlag von 350 Festmetern vor, und veranschlagt 550 Festmeter an zufälliger Nutzung, welche bei Käfer- oder Surmschäden nötig wird. „Im Idealfall kann diese Menge eingespart werden, wenn nichts Unvorhergesehenes passiert“, so der Förster. Darüberhinaus sollen 23,7 Hektar durchforstet werden mit einem Einschlag von 1630 Festmeter. Zusammengerechnet kalkuliert Steger so mit einem Einschlag von 2530 Festmeter.

Auf Wunsch des Gemeinderats äußerte sich der Förster über die Zukunftsaussichten des Osterberger Gemeindewalds. Obwohl bislang über Nachpflanzungen noch nicht gesprochen worden sei, müsse die Gemeinde mit 5000 bis 10000 Nachbesserungen oder Neukulturen rechnen. Das Ziel heiße, verstärkt Buchen- und Tannengruppen unter einem Altholzschirm zu pflanzen, sogenannte Vorbaugruppen. Der Anteil an klimatoleranten Mischbaumarten wie Bergahorn, Rotbuche, Stileiche, Roteiche, Roterle oder kleinflächigen Douglasien werde auf 50 bis 60 Prozent wachsen. Die Böden im Gemeindewald bestünden aus Sandböden beziehungsweise grundwasserbeeinflussten humusarmen Böden. In der Regel bedeutete das einen überdurchschnittlichen Wasserhaushalt, weshalb die Fichte auf solchen Standorten zwar eine hohe Wuchskraft habe, aber deutlich instabil sei bei Stürmen und anfällig für Käfer.

Bald ungemütlich warm und trocken für die Fichte

Der Fichtenbestand soll sich möglichst ohne Pflanzung durch Anflug selbst vermehren, wobei der Baum zunehmend mit Wärme und Trockenheit zu kämpfen haben werde. Der Gemeinderat genehmigte den Plan einstimmig. (lor)

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