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28.04.2010

Kürzere Wartezeiten an Haltestellen

Unterallgäu Buben und Mädchen in Stadt und Land sollen künftig nicht mehr so lange auf die Schulbusse warten müssen wie bisher. Vor allem nachmittags würden die Fahrzeiten verbessert, sagten Landrat Hans-Joachim Weirather und Memmingens Oberbürgermeister Dr. Ivo Holzinger bei einer Pressekonferenz. Die Neuerungen sollen zunächst im westlichen Landkreis und in Memmingen zum Teil bereits ab 7. Juni umgesetzt werden, spätestens aber ab dem neuen Schuljahr. "Auf alle Schüler bezogen, bedeutet das eine Zeitersparnis von 47 000 Stunden im Jahr", unterstrich Weirather. Darüber hinaus seien Verbesserungen im östlichen Landkreis in Planung.

Wie Landrat und OB weiter ausführten, haben Stadt und Landkreis nach einigen Vorgesprächen im vergangenen Jahr ein Gutachten zur Verbesserung der Schülerbeförderung in Auftrag gegeben. Hintergrund war der Anstieg des Nachmittagsunterrichts durch die Einführung des achtjährigen Gymnasiums (G8) und die steigende Zahl der Ganztagsklassen.

"Laut dem Gutachten waren 80 Prozent des Schülerverkehrs in der Region bereits auf einem qualitativ hohen Niveau", sagte Holzinger. Weitere 15 Prozent würden durch die jetzt angedachten Maßnahmen "optimiert". Die restlichen fünf Prozent sollen nach weiteren Gesprächen mit allen Beteiligten noch verbessert werden.

Unter anderem ist geplant:

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Auf einigen Strecken (etwa von Holzgünz sowie von Babenhausen nach Memmingen) sollen die Wartezeiten ohne Mehrkosten verkürzt werden, indem man etwa Busfahrzeiten ändert.

Zudem sollen die Rückfahrten vom Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Memmingen ab 15.30 Uhr im Einstunden-Takt in alle Richtungen erfolgen. Durch die zusätzlichen Fahrten entstehen dem Landkreis Mehrkosten in Höhe von 23 000 Euro im Jahr. Diesen Änderungen müssen die Kreisräte am kommenden Donnerstag noch zustimmen. "Wenn Memminger Schüler diese Busse nutzen, zahlt die Stadt entsprechend mit", so der OB.

Jährlich 4,5 Millionen Euro für Schülerbeförderung

Nach Weirathers Worten gibt der Landkreis jährlich rund 4,5 Millionen Euro für die Schülerbeförderung aus. Wobei der Freistaat allerdings 60 Prozent übernimmt. In Memmingen sind es laut OB jährlich rund 300 000 Euro.

Darüber hinaus erklärte Gerhard Sommer, Beauftragter für den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) des Landkreises, dass jeder Landkreisschüler auch eine Busfahrkarte für den Memminger Stadtverkehr erhalte, "der sie benötigt, um rechtzeitig zur Schule zu kommen". Dies seien derzeit 159 Buben und Mädchen. Keine Karte erhalten diejenigen, deren Fußweg von der Haltestelle zur Schule zumutbar sei und so kurz, dass sie rechtzeitig zum Unterricht erscheinen können.

Kontakt Weitere Informationen zu allen geplanten Änderungen gibt es unter der Service-Telefonnummer (01802) 90 80 70.

Informationen im Internet unter

www.vvm-online.de

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