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Vöhringen

16.11.2017

Kunstforum zeigt Bilder voll Farbe und Fantasie

Das Foto zeigt einen Ausschnitt des Werks „Abstrakter Akt“, bestehend aus zarten Farben mit Inlets aus Papier und Wellpappe, das Eva Rommel gemalt hat.
Bild: Bild: Eva Rommel/Repro: Ursula Katharina Balken

Die Mitglieder des Kunstforum Vöhringen zeigen im Wolfgang-Eychmüller-Haus, wie vielfältig Bilder sein können. Dabei erfinden sich die Hobbymaler selbst immer wieder neu.

Wenn das Vöhringer Kunstforum zu seiner Jahresausstellung bittet, dann reichen die Plätze im Oberen Foyer des Wolfgang-Eychmüller-Hauses grundsätzlich nicht aus. Das Interesse ist außerordentlich groß, weil die Vernissage mehr ist als nur die Einführung in Bilder einer Ausstellung. Sie ist mittlerweile zu einem gesellschaftlichen Ereignis geworden.

Bürgermeister Karl Janson eröffnete die Ausstellung mit Bewunderung für die große Vielfalt der Bilder, für die angewandten Techniken und für den Mut, mit Pinsel und Farbe „den Menschen etwas mitzuteilen“. Ein Leben ohne Kunst wäre wohl unvorstellbar. „Die Welt wäre langweilig, weil nichts ins Auge fällt“, sagte Janson. Kunst sei für mehr geschaffen worden, als nur die heimischen Wände damit zu schmücken. Kunst eröffne auch neue Sichtweisen: „Sie zeigt, wie Menschen die Welt wahrnehmen und darstellen. Bilder drücken auch eigene Identität aus. Die Faszination liegt im Dialog zwischen Künstler und seinem Werk.“

Die Laudatorin des Abends war Brigitte Schilling, bei der Sparkasse Neu-Ulm/Illertissen zuständig für Veranstaltungsreihen. Sie bekannte freimütig, eigentlich nicht „die“ Kunstexpertin zu sein. Aber sie bewundere das „wunderbare Miteinander“ der Mitglieder des Kunstforums und der Vorsitzenden Gabriele Reh-Höb, die mit geschickter Hand das Forum leite. Reh-Höb wiederum stellte in treffender Form die 20 Künstler vor, die ihre Bilder bis einschließlich Freitag, 1. Dezember, der Öffentlichkeit zugänglich machen.

Wer kontinuierlich die Ausstellungen besucht und aufmerksam betrachtet, kann Wandlungen und Entwicklungen feststellen: Die Malerinnen und Maler bewegen sich nicht im gleichen Genre, sondern bekennen sich durchaus auch zu Neuem und lassen ihrer Kreativität freien Lauf. Jörg Höb zum Beispiel, Mitbegründer des Kunstforums, der sich daran begeisterte, mit Farbe zu klotzen, übt sich im Minimalismus: weiße Wand, farbig-knallige Vierecke mit leichter Schlangenlinie und Bogen. Ganz anders Margot Frick, die das Bild „Stadt im Winter“ zeigt. Da wird ein Hauch von Impressionismus sichtbar. Gitti Lackner malt mit kühler Distanz, aber genau das macht ihre Bilder wirkungsvoll. Sie kann sowohl gegenständliche als auch abstrakte Kunstwerke schaffen.

Alle Künstler malen gleichermaßen mit Passion, individuell, manchmal nach einer Stilrichtung suchend, aber immer mit Freude und Empathie für das, was sie mit Farben und Formen auf die Leinwand bringen. Manche von ihnen malen – einfach ausgedrückt – aus dem Bauch heraus. Das hat etwas Ursprüngliches. Und weil das bei jedem der Bilder zu entdecken ist, ist ein Rundgang eine Freude fürs Herz.

Fürs Gemüt gab es an diesem Abend auch etwas: Das Quartett „Wir“, bestehend aus drei Gitarristen und einem Kontrabass, bezauberte mit Liedern von Hubert von Goisern und Jacques Brel und einer Moritat über den Flugversuch von Schneider Albrecht Ludwig Berblinger, der in der Donau landete.

Öffnungszeiten: Die Ausstellung des Kunstforums im Oberen Foyer des Wolfgang-Eychmüller-Hauses ist bis einschließlich Freitag, 1. Dezember, zu sehen. Die Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag von 14 bis 18 Uhr und während der im Kulturzentrum stattfindenden Veranstaltungen.

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