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Landkreis Neu-Ulm

04.01.2019

Ländliche Entwicklung: Bürger sollen ihre Ideen einbringen

Mehrere Kommunen aus dem Landkreis Neu-Ulm starten ein gemeinsames Projekt zur ländlichen Entwicklung.
Bild: Bernhard Weizenegger (Symbol)

Kommunen aus dem Landkreis Neu-Ulm wollen künftig enger zusammenarbeiten. Nun startet ein lange geplantes Projekt.

Illertissen, Buch, Kellmünz, Oberroth, Unterroth, Osterberg und Roggenburg wollen künftig enger zusammenarbeiten. Die Kommunen bringen dazu gemeinsam ein Integriertes Ländliches Entwicklungskonzept (ILEK) auf den Weg. Das Amt für Ländliche Entwicklung Schwaben fördert dieses Projekt.
Mit einem solchen Konzept soll der ländliche Raum gleichzeitig als Lebens-, Arbeits-, Erholungs- und Naturraum weiterentwickelt werden.

Bürger dürfen Vorschläge für eine attraktive Region machen

Bürger können sich bei der Auftaktveranstaltung zum ILEK Iller-Roth-Biber am Mittwoch, 23. Januar näher über das gemeinsame Entwicklungsprojekt informieren. Interessierte haben Gelegenheit, ihre Meinungen zu den geplanten Handlungsfeldern zu äußern und sie so in die weitere Konzeption einfließen zu lassen. Themenfelder der Auftaktveranstaltung sollen neben Naherholung, Tourismus, Natur und Landschaft auch Land- und Forstwirtschaft, Gewässerschutz sowie Dorf und Siedlung sein. Auch über das Freizeitangebot für junge Menschen soll gesprochen werden. „Es geht aber auch um das Gemeinschaftsleben für Jugendliche, Familien und Ältere in Stadt und Dorf“, sagte der Bucher Bürgermeister Roland Biesenberger. „Wir wollen von den Bewohnern der beteiligten Gemeinden wissen, was sie gut und weniger gut finden und welche Vorschläge sie für eine attraktive, zukunftsgerechte Region haben. Die Bürger sollen sich informieren und mithelfen, unsere Region gemeinsam zu gestalten.“

Der Grundstein für das ILEK im Landkreis Neu-Ulm wurde bereits 2014 gelegt. Damals sei die Idee entstanden, zwischen den Mitgliedsgemeinden der Verwaltungsgemeinschaft Buch und der Stadt Illertissen ein sogenanntes „Kernwegenetz“ zu schaffen, erklärt Biesenberger. Innerhalb der interkommunalen Zusammenarbeit sei es mit ILEK nun möglich, auf die Bedürfnisse im Planungsgebiet einzugehen. Außerdem ist es ein Ziel des sogenannten Innenentwicklungskataster, bereits bestehende Entwicklungsmöglichkeiten der Kommunen systematisch zu erfassen und Strategien zu entwickeln. Als Beispiele nannte der Bucher Bürgermeister die Reduzierung des Flächenneuverbrauchs, Maßnahmen zum Flächenrecycling, zu deren Entsiegelung und zur Flächeneffizienz.

Auch im Tourismus soll künftig zusammengearbeitet werden

Die Stadt Illertissen hat die Federführung bei der formalen Abwicklung sowie der Erstellung und Einreichung des Förderantrags übernommen. Im Juli 2018 schloss die Arbeitsgemeinschaft ILE Iller-Roth-Biber schließlich einen Vertrag zur Entwicklung des Konzeptes ab. Die Kosten verteilten sich nach den Einwohnerzahlen der Kommunen. Die Konzeptentwicklung soll konkret die Bereiche Naherholung/Tourismus, Natur und Landschaft, Landnutzung/Landwirtschaft, Gewässer und Gewässerschutz, Dorf und Siedlung sowie Grundversorgung abdecken. Die Entwicklung des ILEK soll in verschiedenen Arbeitskreisen und der Lenkungsgruppe vorangetrieben werden, informierte Biesenberger. Erste Treffen gab es schon. Im Oktober des vergangenen Jahres wurde zum Beispiel über die Kernwege in Buch und Unterroth gesprochen. (clb)

Termin: Die Auftaktveranstaltung des ILEK Iller-Roth-Biber findet am Mittwoch, 23. Januar, von 19.30 bis 22 Uhr im Bucher Dorfstadel statt.


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