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Landkreis Neu-Ulm
10.09.2021

Polizei hat ein Auge nicht nur auf die Schulanfänger im Landkreis

Die Polizei kontrolliert zum Beginn des neuen Schuljahres im Landkreis Neu-Ulm ganz besonders die Einhaltung der Gurtpflicht im Auto.
Foto: Christin Klose, dpa

Zum Beginn des neuen Schuljahres hat die Polizei wieder Schwerpunktkontrollen geplant. Worauf die Beamten dabei besonders achten wollen.

41 Menschen haben im vergangenen Jahr bei Verkehrsunfällen im Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West ihr Leben verloren. Zwei tödlich verunglückte Menschen waren im Auto nicht mit einem Gurt gesichert. Anlass für die Polizei, zum Beginn des neuen Schuljahres besonders auf die Einhaltung der Gurt- und Kindersicherungspflicht zu achten.

Für viele Kinder steht das neue Kindergarten- oder Schuljahr unmittelbar bevor. Damit einhergehend auch die tägliche Fahrt zur Schule oder zum Kindergarten. Die Beförderung von Kindern bis zu zwölf Jahren oder 1,50 Meter Körpergröße in Kraftfahrzeugen macht besondere Vorkehrungen zum Schutz erforderlich. Der Fahrer, zumeist ein Elternteil, ist hierbei für die ausreichende Sicherung der Kinder verantwortlich. Kinder können den Nutzen von Sicherheitsgurten nämlich selbst nicht ausreichend einschätzen. Erwachsene wirkten zudem als Vorbilder, wenn es um die stete Benutzung des Sicherheitsgurtes geht, betont die Polizei.

So fahren Erwachsene und Kinder im Auto sicher:

  • Bereits vor Fahrtantritt den Sicherheitsgurt anlegen - auch bei Kurzstrecken.
  • Sicherheitsgurt nach dem Anlegen straff ziehen.
  • Kopfstütze auf die richtige Höhe einstellen.
  • Rückenlehne in möglichst aufrechte Position bringen, damit der Körper bei einem Aufprall nicht unter dem Gurt durchrutschen kann.
  • Fahrersitz so einstellen, dass bei durchgetretenem Pedal das Bein nicht ganz durchgestreckt ist. In Gefahrensituationen kann nur schnell und wirkungsvoll reagieren, wer kraftvoll auf die Bremse tritt und nicht zu weit vom Bremspedal entfernt sitzt.
  • Der Handballen des Lenkers muss bei ausgestrecktem Arm den obersten Punkt des Lenkrads erreichen, ohne dass die Schultern den Kontakt zur Sitzlehne verlieren.
  • Bei Kindern bis zu zwölf Jahren oder bis 1,50 Meter müssen altersgerechte Sicherungssysteme (Kindersitze, Sitzerhöhungen) verwendet werden. Bei der Art und Beschaffenheit muss darauf geachtet werden, dass Größe und Gewicht des Kindes zum ausgewählten Sitzmodell passen. Wer sich einen gebrauchten Sitz anschafft oder ein älteres Modell besitzt, muss darauf achten, dass er amtlich geprüft und mit den gültigen EC-Nummern (03 oder 04) gekennzeichnet ist.
  • Bei allen Modellen, insbesondere aber bei Babyschalen, sollte auf die vom Hersteller vorgeschriebene Gurtführung des Fahrzeuggurtes und den korrekten Einbau geachtet werden.
  • Der Sicherheitsgurt darf nicht über die Halspartie des Kindes verlaufen.

Schwerpunktkontrollen der Polizei auch im Landkreis Neu-Ulm

Zu Beginn des Schuljahres rückt die Polizei das Thema Gurtanlegepflicht und Kindersicherungspflicht landesweit wieder einmal schwerpunktmäßig in den Fokus der Verkehrsüberwachung. Das Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West hat deshalb parallel zur allgemeinen Schulwegüberwachung in der Zeit vom 14. bis einschließlich 17. September schwerpunktmäßige Gurt- und Kindersicherungskontrollen angekündigt. Besonders im Bereich von Schulen und Kindergärten wird vermehrt die ordnungsgemäße Sicherung der Fahrzeuginsassen, insbesondere der Kinder, kontrolliert. (AZ)

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