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Weißenhorn

13.08.2018

„Landrauschen“ kommt in der Heimat gut an

Knapp 800 Zuschauer ließen es sich nicht nehmen, den Heimatfilm „Landrauschen“ in Weißenhorn anzuschauen. Dieser ist in Bubenhausen gedreht worden.
Bild: Angela Häusler

Fast 800 Karten werden in Weißenhorn in einer Stunde verkauft. Diesmal gibt es keine Unstimmigkeiten wie in der Woche zuvor.

Genau 791 Karten gingen am Freitagabend im Weißenhorner Stadtpark weg – in einer knappen Stunde. Den preisgekrönten Heimatfilm „Landrauschen“ wollten sich die Weißenhorner nämlich nicht entgehen lassen und amüsierten sich an diesem Abend über manch wohlbekannte Szenerie.

„Wem g´hersch jetz au du?“, fragt im Film eine alte Frau die junge Protagonistin Toni und in den Zuschauerreihen ertönt eine Lachsalve. Kein Wunder, hat die große Mehrheit der anwesenden Schwaben genau diese Frage in der Vergangenheit schon viele Male entweder gehört oder selbst gestellt. Solche lebensnahen Töne und Bilder waren es, die bei der ersten und einzigen Landrauschen-Vorstellung in der Fuggerstadt besonders gut ankamen.

Denn die Zuschauer kennen nicht nur das Leben in Dorf und Kleinstadt genau, sondern auch den Ort der Handlung im Speziellen. Bubenhausen, Weißenhorn, Kapelle, Kirchplatz, Faschingsumzug. Auf die andernorts angefügten, hochdeutschen Untertitel konnte man in Weißenhorn selbstredend verzichten. Manch einen Darsteller erkannten die Zuschauer unverhofft auf der Leinwand wieder. Und ließen sich doch von der gekonnt inszenierten Handlung um die Hauptfiguren Toni und Rosa fesseln.

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„Man könnte wahrscheinlich in jedem Ort hier einen ähnlichen Film drehen – solche Typen gibt’s ja überall, es ist einfach das klassische Dorfleben“, fanden etwa Sonja Küfer und Carolin Roth aus Attenhofen, für die klar war: Diesen Film „muss man einfach angucken“. Dass der Film ländliches Traditionsbewusstsein und Bigotterie aufs Korn nimmt, sei der Realität geschuldet, meinte Heidi Strikinac, „es gibt schon so Dinge, die man hier einfach nicht macht“. Landrauschen sei „noch witziger als ich gedacht habe“, sagte der Weißenhorner Heiko Michalik, „es war ein wirklich kurzweiliger Abend“.

Der hatte mit dem Start des Ticketverkaufs pünktlich um 20 Uhr begonnen, nach der ersten Viertelstunde war die Hälfte der Karten schon weg, berichtete Weißenhorns Kulturreferent Volker Drastik. Zu Unstimmigkeiten, wie eine Woche zuvor in Roggenburg, kam es an den vier Kassen im Stadtpark glücklicherweise nicht: Als die Plastikstühle alle besetzt waren, standen noch genügend Bierbänke zur Verfügung. Für Verpflegung sorgte, wie bei allen vier Open-Air-Vorstellungen im Park, das Bayerische Rote Kreuz.

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