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02.12.2016

Letzte Kleidersammlung für die Rumänienhilfe

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Johanna Zanker geht in Pension und steht für das Schulprojekt nicht mehr zur Verfügung

Seit 20 Jahren werden unter Regie von Johanna Zanker im Kolleg der Schulbrüder in Illertissen im großen Stil Kleider gesammelt, um sie per Lastwagen ins Kloster zu Schwester Maria im rumänischen Alba Julia zu schicken. Da die Gymnasiallehrerin zu Schuljahresende in Pension geht, wird sie dem „Schulprojekt“ Rumänienhilfe nicht mehr zur Verfügung stehen. Somit findet wohl kommenden Samstag, 3. Dezember, zum letzten Mal die Kleidersammlung statt. Die Sachen können von 9 bis 12 Uhr in der Aula des Kollegs abgegeben werden. Dazu besteht Möglichkeit, über die zweite Einfahrt an der Bruckhofstraße direkt zum Hintereingang zu fahren.

Die Kleiderspenden sollen verpackt in Kartons oder reißfesten Säcken abgegeben werden. Wegen gestiegener Transportkosten – über 2000 Euro pro Fahrt – ist der Arbeitskreis „Rumänienhilfe“ auf eine kleine Finanzbeteiligung der Kleiderlieferanten angewiesen.

In der Sammlung sind neben sauberer Erwachsenen- und Kinderkleidung Vorhänge, Handtücher, Stoffe oder Bettwäsche willkommen, jedoch keine Betten.

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Seit 1996 bestücken Johanna Zanker und ihre Helfer zweimal pro Jahr einen Laster mit Textilien für Rumänien, wobei Zanker persönlich Sachen von treuen Sammlern aus Friedberg, Pöttmes oder Babenhausen abholt. Zudem pflegt sie die persönlichen Kontakte, etwa mit Besuchen von Schülergruppen in Alba Julia. Für derartige Aktionen konnte sie stets auf Fahrzeuge zweier Firmen, einer aus Obenhausen und einer aus Illertissen, zählen. 40 Hilfstransporte waren so zustande gekommen, deren Erlös den nach und nach aufgebauten Projekten von Schwester Maria, Kindergarten, Schule mit Gymnasium und Altenheim, zugutekommt.

Johanna Zanker erzählt aus den Anfängen der Rumänienhilfe, dass Schwester Maria als Schulleiterin des Gymnasiums in Ursberg Kollegin von Bruder Norbert war, bevor sie auswanderte, um Kindern in Rumänien Bildung zu ermöglichen. „Auf der Suche nach einem passenden sozialen Projekt für die Schule“, so Zanker, „sind wir 1994 nach Rumänien gereist, um uns ein Bild zu machen.“ Anfangs spendeten sie den Erlös aus dem Getränkeverkauf. Dann brachten sie in Erfahrung, dass die Schwester gebrauchte Kleidung suche, um sie günstig an Einheimische abzugeben, die sich nichts Neues leisten können. Aus den Einnahmen hatte sie nach und nach ihre Projekte aufgebaut, inzwischen bestreitet sie davon zu einem guten Teil Personal- und Nebenkosten.

Bei der Schule mit Deutsch als Fremdsprache und für Kinder jeglicher Herkunft handelt es sich um ein staatlich anerkanntes Privat-Institut, sodass die Schüler jederzeit wechseln können. Johanna Zanker hat für die Rumänienhilfe bislang keinen „Nachfolger“ gefunden, dabei war sie selbst auf Mithelfer angewiesen, wofür sie sich dankbar zeigt. Nur gemeinsam hätten sich 40 Transporte füllen lassen. (hf/lor)

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