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Versammlung

14.04.2015

Licht und Schatten bei der Sportvereinigung

Alter und neuer Vorsitzender Antonio Gamarra blickt zurück und liest Vereinsmitgliedern die Leviten

Bei der Sportvereinigung Au gibt es derzeit Licht und Schatten. Dieses Fazit zog der alte und neue Spvgg-Vorsitzende Antonio Gamarra bei der Generalversammlung, zu der knapp 50 der 643 Mitglieder ins vor Kurzem in „Burger Island“ umbenannte Sportheim gekommen waren.

Licht deshalb, weil der einst hoch verschuldete Klub mittlerweile finanziell wieder auf soliden Beinen steht, wie Kulturringsvorsitzender Martin Binder erleichtert feststellte, nachdem er den ausführlichen Kassenbericht von Jessica Kniesche, die als Finanzvorstand tätig war und ist, gehört hatte. Sie hatte der Versammlung ein ansehnliches Plus auf der Habenseite vermeldet.

Schatten deshalb, weil nach der Erkenntnis des Vorsitzenden Gamarra die Bereitschaft der Mitglieder, sich etwa bei Arbeitseinsätzen zu engagieren, immer geringer werde. Gamarra: „Nur ganz wenige wollen noch Verantwortung übernehmen. Die, die es tun, reiben sich auf. Ich weiß nicht, wie lange das noch gut geht.“ Der Vorsitzende hatte dabei auch das Jahr 2018 im Blick, in dem das 90-jährige Bestehen der Spvgg gefeiert werden soll. Bis dahin sollen das vereinseigene Gelände und das Sportheim auf Vordermann gebracht worden sein. Gamarra: „Es gibt viel zu tun. Wir sollten gemeinsam daran arbeiten.“

Gaby Weikmann-Kristen, Illertissens Zweite Bürgermeisterin und seit Jahrzehnten im Verein, konnte den Frust des Vereinschefs nachvollziehen. Auch auf die Gefahr hin, „dass ich jemandem auf die Füße trete“, empfand sie die magere Beteiligung an der Vereinsversammlung als Zeichen mangelnder Wertschätzung für die Arbeit des Vorstands.

In seinem Rechenschaftsbericht erwähnte Antonio Gamarra unter anderem den Ehrungsnachmittag im November vergangenen Jahres, bei dem Frauen und Männer, die 40, 50 und 60 Jahre der Sportvereinigung angehören, ausgezeichnet wurden. Die „Stadionüberlassung“ an den FV Illertissen während der Sanierung seines Spielfelds habe „wunderbar funktioniert“. Weiterhin zeichnete er detailliert den Entscheidungsfindungsprozess im Vereinsausschuss nach, der dem jüngst vollzogenen Pächterwechsel in der Vereinsgaststätte vorausgegangen war. Laut Gamarra laufe derzeit eine Bestandsaufnahme des Sportheim-Gebäudes, die allerdings noch einige Zeit in Anspruch nehme.

Die folgenden Berichte der anwesenden Abteilungsleiter – Karin Högg für Gymnastik und Turnen und Herbert Schmid für die Tischtennisspieler – wurden ebenso zustimmend zur Kenntnis genommen wie das vom Zweiten Vorsitzenden Günther Weinzierl verlesene Schreiben der Tennisabteilung. Auf die Bilanz der „Alten Herren“ (AH) wartete die Versammlung vergeblich, da Abteilungsleiter Günther Miller nach eigenem Bekunden „nicht vorbereitet“ war. Eine Veränderung gab es beim Tischtennis: Nach Vater Herbert führt jetzt Sohn Christian Schmid die Zelluloid-Künstler an.

Jugendleiterin Alexandra Pöschl berichtete, dass derzeit über 50 Mädchen und Buben dem Ball nachjagten – über 70 aus Au und 35 aus Jedesheim. Betreut werden sie von 15 Trainern, zehn aus Au, fünf aus Jedesheim.

Werner Jank, dessen Amt des Sportleiters künftig Gordon Kniesche ausübt, informierte darüber, dass die aktive Mannschaft nach der Saison zusammenbleiben werde. Er wagte die Prognose, dass das Team in der nächsten Punktrunde in der Kreisliga A Iller bei der Vergabe von Tabellenplatz eins oder zwei ein Wörtchen mitreden werde.

Bei den vom stellvertretenden Kulturringvorsitzenden Peter Grashei geleiteten Wahlen kam es nur zu minimalen personellen Veränderungen – diese hauptsächlich im Vereinsausschuss. (kr)

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