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Kirchdorf

12.10.2018

Liebherr nimmt Spielwiese für seine Bagger in Betrieb

Eine Versuchshalle, ein Verwaltungsgebäude und eine Teststrecke: Liebherr Hydraulikbagger hat in seinen Standort in Kirchdorf 30 Millionen Euro investiert.
Bild: Ralf Lienert

Die Hydraulikbagger-Sparte des Unternehmens nimmt ein neues Entwicklungs- und Vorführzentrum in Betrieb. 30 Millionen Euro wurden dafür investiert.

So etwas gibt es in dieser Größe und Qualität in ganz Europa nicht: eine Testanlage für Bagger mit allen Raffinessen. In Kirchdorf an der Iller nahe Memmingen hat vor Kurzem die Firma Liebherr Hydraulikbagger ihr neues Entwicklungs- und Vorführzentrum eingeweiht. Das Projekt wurde in nur einem Jahr aus dem Boden gestampft. Liebherr hat dafür 30 Millionen Euro investiert.

Die Dimensionen sind gewaltig. Auf einer Gesamtfläche von 12,8 Hektar – das entspricht etwa 20 Fußballfeldern – steht eine riesige Versuchshalle. Sie ist knapp 20 Meter hoch und mit 13 Meter hohen Rolltoren so konzipiert, dass auch die großen Hafen-Umschlagmaschinen in fertig montiertem Zustand hinausrollen können. In der Halle werden künftig alle Prototypen, aufgebaut und optimiert. Das dazugehörige Verwaltungsgebäude bietet auf vier Stockwerken Raum für hundert Arbeitsplätze. Dort werden die Tests und Untersuchungen vorbereitet.

An die Halle schließt sich ein Versuchsgelände an. Dort werden die neuen Bagger-Modelle auf Herz und Nieren geprüft – unter den Augen der Kunden. Dabei spielt das Thema autonomes Fahren eine zunehmende Rolle. Immer mehr Bagger bewegen sich ohne Fahrer. Sicherheit steht deshalb an erster Stelle der Messungen.

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Die Teststrecke im Außenbereich ist 1,2 Kilometer lang. Auf ihr können alle Situationen simuliert werden, die auf den Baustellen und Einsatzbereichen der Kunden vorkommen können: schlechte Wege, instabiler Untergrund, Steigungen, sogenannte Waschbrett-Pisten und dergleichen. Hinzu kommen an einem Schallmessplatz Untersuchungen über den Lärm, den die Bagger bei ihren Einsätzen verursachen. Da gilt es Richtwerte einzuhalten.

Neues Zentrum: So groß wie 20 Fußballfelder

Bei der Einweihung des neuen Entwicklungs- und Vorführzentrums sagte Werner Seifried, technischer Geschäftsführer der Liebherr-Hydraulikbagger GmbH, vor Mitarbeitern und 1400 Kunden aus aller Welt, die Investition von 30 Millionen Euro sei „ein starkes Bekenntnis zum Standort Kirchdorf.“ Dort hatte 1949 die Geschichte der Firmengruppe Liebherr ihren Anfang genommen. Hans Liebherr konstruierte einen Steinwurf von der Iller entfernt den ersten Turmdrehkran. An diesem Standort entstanden 1954 auch die ersten Liebherr-Hydraulikbagger. Heute hat der Liebherr-Konzern seinen Hauptsitz in Bulle (Schweiz). 2017 erzielte die Firmengruppe mit knapp zehn Milliarden Euro den höchsten Umsatz ihrer Geschichte. Weltweit beschäftigt Liebherr 44000 Mitarbeiter.

Was Liebherr für Kirchdorf bedeutet, drückte Bürgermeister Rainer Langenbacher folgendermaßen aus: Bei Ende des Zweiten Weltkrieges zählte die Gemeinde 700 Seelen. Heute hat Kirchdorf 3700 Einwohner. Nicht wenige davon arbeiten bei Liebherr, dem größten Steuerzahler der Gemeinde.

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