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05.03.2009

Lösungen für neue Technologien

Ulm/Hannover (AZ) - Möglichkeiten einer intelligenten Informationsverarbeitung präsentiert bei der internationalen Computermesse CeBIT, die derzeit in Hannover zu sehen ist, zum zweiten Mal nach 2008 die Arbeitsgruppe "Semantische Technologien" am Institut für Künstliche Intelligenz der Universität Ulm.

"Schon im Vorjahr hat der Auftritt unsere Erwartungen übertroffen", sagt ihr Sprecher Dr. Thorsten Liebig, "diesmal rechnen wir mit noch deutlich mehr Interessenten". Zum einen könne die Gruppe jetzt neben ersten Pilotprojekten auch verschiedene neu entwickelte Komponenten vorweisen, zum anderen räumen Experten semantischen Technologien ein enormes Marktpotenzial ein. Davon und von ihrem Produkt sind die Wissenschaftler so überzeugt, dass sie bereits eine Ausgründung für den Forschungstransfer in die Wirtschaft vorbereiten. In Daten gespeichertes Wissen automatisch zu interpretieren und daraus neues Wissen abzuleiten, die Bedeutung von Daten und selbst versteckte Zusammenhänge zu erkennen und darzustellen, mithin die schnelle Nutzung von Wissensnetzen, das sind vereinfacht formuliert die entscheidenden Vorzüge semantischer Technologien. "Aktuelle und seriöse Trendstudien sehen sie bereits in der Übergangsphase zum industriellen Einsatz", so Dr. Liebig, in zehn Jahren werden sie nach diesen Untersuchungen mehr als die Hälfte der mittelständischen Unternehmen nutzen.

Weltweit wird danach geforscht

Natürlich wissen die Ulmer Informatiker, dass daran inzwischen Wissenschaftler weltweit arbeiten. "Aber unser Konzept der Integration ausgereifter semantischer Methoden mit intuitiven Interaktionsschnittstellen hebt sich hinsichtlich Einfachheit, Benutzerfreundlichkeit und Ergebnisorientierung von anderen Ansätzen deutlich ab." So stelle die Explorations- und Visualisierungskomponente VIScover selbst komplexe und umfangreiche Datenzusammenhänge dank modernster Visualisierungs- und Analysetechniken klar und übersichtlich dar. Eine effiziente Suchlösung für große Sammlungen technischer Dokumente ist Liebig zufolge SEMSearch. Sie analysiere kontinuierlich die Sucheingabe des Benutzers und mache inhaltlich sinnvolle Anfragevorschläge. Innovative Interaktions- und Navigationsmechanismen bietet das von der Arbeitsgruppe entwickelte Nachrichtenportal, das einen effektiven Zugriff auf Artikel durch inhaltliche Querbezüge erlaubt. "Unsere Systeme basieren auf wissenschaftlich fundierten Ansätzen, mit denen wir uns im Rahmen unserer Forschung seit Jahren auseinandersetzen", betont Dr. Thorsten Liebig.

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