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10.11.2018

Mahnende Worte der Jäger im Kreis

Langjährige Jagdhornbläser im Kreis (von links): Birgit Gutheber (20 Jahre), Fritz Knopp (20), Ruth Moschgart (30) und Walter Lerch (60).
Bild: Patrick Kastler

Waidmänner feiern in Vöhringen den Hubertustag

Mit Messe und Festakt haben die Jäger im Landkreis Neu-Ulm den diesjährigen Hubertustag gefeiert. In Vöhringen fanden dabei nicht nur Ehrungen statt – auch mahnende Worte waren zu hören.

So hielt Eberhard Freiherr von Gemmingen-Hornberg, der in diesem Jahr die Hubertusrede hielt, den Jägern im Wolfgang-Eychmüller-Haus den Spiegel vor. Die Waidmänner müssten den Menschen die Jagd noch besser erklären und mehr Einblick gewähren, sagte der Baron, der selbst Jäger, Waldbesitzer und Unternehmer ist. Dabei komme es darauf an, kompetenter Gesprächspartner zu sein und Zusammenhänge verständlich zu machen. Eine umfassende Ausbildung und Erfahrung sei dabei unerlässlich.

Der Kreisvorsitzende der Neu-Ulmer Jägerschaft, Christian Liebsch, stellte in seiner Ansprache die in der Höhe überzogenen Abschusspläne für das Damwild infrage, das von Osten her den Landkreis als seinen natürlichen Lebensraum wählt und besiedelt. So stehe das bayerische Jagdgesetz für den Erhalt der frei lebenden Tierwelt in seiner Vielfalt. Die vorgesehenen Abschusspläne kämen aber der sofortigen Ausrottung der Ankömmlinge gleich. Für die Jäger, die sich auch als Naturschützer verstünden, sei dies nicht hinnehmbar.

Den Auftakt des Abends machte traditionell die Hubertusmesse. Sie wurde von Pater Johannes Reiber in der Pfarrkirche St. Michael zelebriert und durch die Jagdhornbläsergruppe Nord musikalisch gestaltet. Dabei erinnerte der Kaplan die zahlreichen Gottesdienstbesucher daran, dass die Wildtiere Mitgeschöpfe seien, was der Jagd nicht widerspreche, aber Respekt verlange.

In der Tradition der Hubertusfeiern wurde den Absolventen der diesjährigen Jägerprüfungen der „Jägerbrief“ überreicht. Die Ausbilder der Kreisgruppe hätten laut Liebsch auch in diesem Jahr wieder eine weit überdurchschnittliche Erfolgsquote der Neu-Ulmer Prüfungsteilnehmer sichergestellt. Zahlreiche Jagdhornbläserinnen und -bläser wurden zudem für langjährige Treue zu ihren Gruppen geehrt. Ein außergewöhnliches Jubiläum feierte Walter Lerch, der seit 60 Jahren bei der Jagdhornbläsergruppe Neu-Ulm Nord das Fürst-Pless-Horn bläst. (az)

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